Sommerferien und Abschied. Oder: Brief an mein kleines großes Mädchen.

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Liebe Krissi!

Der Endspurt war schön und anstrengend, wie in jedem Jahr. Die Ereignisse in der Schule übertrafen sich wieder einmal gegenseitig. Ausflüge, Konferenzen, Zeugnisse sichten und unterschreiben, Abschlussfeiern, Planungen für die kommende Einschulungsfeier an meiner Schule usw.

Ich könnte noch viele Dinge aufschreiben, die während der letzten Schulwochen über den Schreibtisch meines Rektorats gehen. Lauter Dinge, die zeigen, dass man als Schule wieder ein erfülltes Schuljahr zu einem guten Schluss geführt hat. Ein wirklich tolles Gefühl.👍🏼

Und doch war es anders als in den Jahren zuvor: Denn es endete mit diesem letzten Schultag nicht nur ein Schuljahr.

Nein, für dich, liebe Krissi (9), ist die  Grundschulzeit zu Ende. Vier Jahre. Wo sind sie geblieben? Du, das kleine, gerade 6 Jahre gewordene Mädchen mit dem riesigen Schulranzen und der mächtigen (unter Schweiß und Blut von mir gebastelten) Schultüte, standest doch eben noch voller Erwartung vor dem Eingang der Schule. Du konntest den ersten Schultag kaum erwarten und hast am Abend geweint, weil dieser tolle Tag viel zu schnell vorbei war.

Das ist in der Tat vier Jahre her und du hast dein erstes Abschlusszeugnis erhalten, das der Grundschule. Vorbildlich. Mit Bravour. Wir sind unheimlich stolz auf dich.

Nun steht nach den Ferien ein neuer Abschnitt für dich an. Und obwohl wir erst seit wenigen Tagen Ferien haben, freust du dich schon jetzt auf das Gymnasium.

Du liebst Schule – ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass das weiterhin so bleiben möge, denn das erleichtert doch so manches 😉 . Wir werden dich an deiner neuen Schule unterstützen und dich begleiten, wann immer du uns brauchen wirst.

Aber nun sind erst mal Ferien.

Die Zeit, in der Schule auch mal in den Hintergrund treten darf.

Die Zeit, in der wir nicht so oft auf die Uhr schauen.

Die Zeit, in der wir einfach so unter der Woche zu fünft ins Kino gehen.

Die Zeit, in welcher wir in den Urlaub fahren werden.

Die Zeit, in der du mit deinen Brüdern ein Matratzenlager aufschlägst, um euch bis in die Nacht hinein Geschichten zu erzählen.

Die Zeit, in der ihr spontan zu Oma und Opa fahrt.

Die Zeit, in der ihr den ganzen Tag über je nach Lust und Laune in den Pool im Garten springen könnt.

Die Zeit, in der Zeit einfach da ist und keine Rolle spielt und gleichzeitig die wichtigste Hauptrolle einnimmt.

Ich wünsche dir und Ben und Eli und uns als Familie und allen, die das lesen, wundervolle und erholsame Ferien!!

 

 

 

 

Müffelnde Tanten im Garten. Oder: Pädagogisch wertvoll, Lachen garantiert.

Die besten Spiele sind schon immer die, welche kaum Requisiten brauchen und deren Regeln die Kinder selbst kreieren. Kostengünstig, lustig und pädagogisch wertvoll.

Ein solches Spiel haben wir für euch getestet und Krissi (9), Ben und Eli (beide 7) konnten gar nicht genug davon bekommen. Wir mussten irgendwann dennoch damit aufhören, weil wir nicht mehr konnten vor Lachen.

Spielbar ab Ende Klasse 1.

Und so geht’s:

Ihr solltet mindestens zu dritt sein. Jeder hat einen Stift und ein Blatt Papier (ein abgerupfter Zettel geht übrigens auch, wir haben jeden verfügbaren Schnipsel genutzt).

Jeder überlegt für sich im Stillen einen Satz. Folgende Satzglieder muss er beinhalten: Subjekt (Wer oder was?), Verb (Was tut?), Adjektiv (Wie?) und adverbiale Bestimmung des Ortes (Wo?). Also zum Beispiel: Tante Klara singt laut unter der Dusche.

Im ersten Schritt schreibt jeder sein Subjekt („Tante Klara“) oben auf das Blatt. Das Blatt wird so umgeknickt, dass man nicht mehr sehen kann, was dort steht. Die Blätter werden nach rechts zum jeweiligen Nachbarn weiter gegeben. Nun schreibt jeder sein Verb („singt“) auf. Wieder wird umgeknickt und weitergegeben. So lange, bis alle Satzteile notiert sind.

Nun wird das Geheimnis gelüftet und jeder trägt seinen nun entstandenen Satz vor.

Das kam bei uns u.a. heraus:

„Tante Klara müffelt griesgrämig im Garten.“

„Der Ochse singt hungrig auf dem Klo.“

„Opa schleicht laut in der Schule.“

 

Viel Spaß beim Ausprobieren!

 

Kaffee ist nicht gleich Kaffee! Oder: Überlebenselixier für Zwillingseltern.

Kaffee – welch Genuss, welch Klang in meinen Ohren. Ich erinnere mich an Zeiten, in welchen ich ohne Kaffee schlichtweg nicht durch den Tag gekommen wäre. Damals, als die Zwillinge und die Große jede Nacht zum Tag machten und uns natürlich auch tagsüber stets forderten.

 

Liebe Zwillingseltern,

ihr könnt auf kjero.com eure Bewerbung abschicken, um einen tollen Kaffeevollautomaten zu testen! Wir Zwillingseltern sind die idealen Adressaten.

Also los, in die Tasten hauen und bald testen!

Viel Glück!

Philosophieren mit Kindern. Oder: Hasen sind unbezahlbar.

Es ist schön zu beobachten (manchmal auch ein bisschen erschreckend 😉), wie ähnlich die Kinder uns Eltern in so manchen Bereichen sind.

So schreiben zum Beispiel zwei meiner Kinder genauso gerne wie ich. Krissi (9) schreibt seit Jahren ihre eigenen Geschichten und Texte. Einer der Zwillinge (7) schreibt Tagebuch.

Hin und wieder ist auch eine Liebeserklärung philosophischer Natur unter den Textschöpfungen dabei.

„Liebesbrief eines 7-jährigen Jungen“:

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Zum Glück hat er von Hasen und nicht von Kamelen geschrieben. 😉

Ich halte mich lieber an die 3000 Blumen und 50 Herzchen.Und an die Liebe, die so bleibt wie sie ist. Für immer, mein Junge.

 

 

Einzug in Jerusalem. Oder: Bereit für Palmsonntag.

Morgen ist es wieder soweit. Jesu Einzug in Jerusalem wird in den Kirchengemeinden gefeiert. Mit Palmzweigen wurde Jesus vor ca. 2000 Jahren in Jerusalem gefeiert und willkommen geheißen.

Auch wir feiern mit. Ganz fleißig haben Oma und Opa für Krissi (9), Ben und Eli (beide 7) Osterpalmen gebastelt – traditionell, so wie es hier Brauch ist, mit bunten Eiern, Buchs und Holzkreuzen. Mit diesen Palmen werden wir morgen zum Gottesdienst hier in Kuhbach gehen. Krissi hat zudem Ministrantendienst.

Wie wird bei euch der Palmsonntag gefeiert?

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Seiltänzer im Treppenhaus und Bootstour in der Badewanne. Oder: Unser Wochenende!

Heute wollen wir einen Einblick in unseren Sonntag geben. Das Wetter lud nicht unbedingt nach draußen ein, so dass Ben und Eli heute zu experimentierfreudigen Forschern wurden.

Eli baute mit Hilfe seines Bausatzes einen Roboter, der in der Tat auf dem Seil tanzen kann!

Und Ben funktionierte die Badewanne kurzerhand zum größten Binnensee Kuhbachs um, um sein selbst gebautes Boot auf Reisen zu schicken.

Krissi konstruierte auch etwas: Sie häkelte an ihrer Jacke weiter.

 

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Auszeit zum Heulen. Oder: Typisch Zwillinge!

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Es gibt immer wieder Vorkommnisse, die wohl nur Zwillinge kennen, Situationen, die dieser besonderen Geschwisterkonstellation vorbehalten sind.

Mittagschule. Schwimmunterricht bei Ben und Eli (beide 7).

Ben ist es zu laut im Duschraum. Alle brüllen durcheinander. Kurzerhand hält er sich deshalb die Ohren zu.

Und schreit: „RUUUUHEEE!“

Die Lehrerin hört genau das. Und Ben, der ansonsten in der Schule immer zu den ruhigsten gehört, ist entlarvt.

Er bekommt als Sanktion eine 10-minütige Auszeit, darf also die erste Zeit den Schwimmunterricht vom Beckenrand aus ansehen. Gut.

Zu Hause erzählt Eli uns von dem Vorfall.

Ben ergänzt die Ausführungen seines Bruders: „Und Eli hat dann noch geweint.“

Ich erkundige mich nach dem Grund für Elis Weinen in der Schule.

„Ich musste weinen, weil Ben die 10-Minuten-Strafe bekommen hat!“, sagt Eli daraufhin.

So viel zur Solidarität unter Zwillingen. Emotionale Erlebnisse äußern sich bei unseren Zwillingen immer wieder gegenseitig. Der eine trägt die Gefühle des anderen nach außen. Wir sehen an Eli, wie es Ben geht. Und umgekehrt. Sie spiegeln sich und teilen sich so mit.

Kennt ihr solche Beispiele auch? Ich freue mich über Erfahrungsberichte per Mail, Kommentar oder auf Twitter oder Facebook!