Frohe Weihnachten! Oder: Feurige Kindheitserinnerungen.

Heute ist Heilig Abend. Ein Tag, verbunden mit unheimlich vielen Erinnerungen, vor allem an die eigene Kindheit.
Ein Heilig Abend davon wird mir in ganz besonderer Erinnerung bleiben:
Ich war 6 Jahre alt, so wie meine Zwillinge Ben und Eli heute. Ich ging mit meinen Eltern und meiner Schwester zur Kindermette meines Heimatdorfes. Ich saß vorne bei den anderen Kindern. Meine kleine Schwester war mit unseren Eltern etwas weiter hinten.
Es war sehr feierlich. Jedes Kind erhielt eine kleine Kerze, die angezündet wurde. Irgendwann bat der Pfarrer, dem schönen Glockengeläute zu lauschen. Ich schloss die Augen und neigte meinen Bommelmützenkopf leicht nach hinten. Wenige Momente später schaute ich wieder nach vorne und sah unseren kleinen, etwas dicklichen Pfarrer wie von einer Tarantel gestochen auf mich zu rennen!! Schon stand er vor mir und haute mich voll auf den Kopf!
Und rettete mich damit. Denn mit seiner flachen Hand löschte er meine in Flammen stehende Mütze, welche sich an der Kerze des hinter mir sitzenden Kindes entzündet haben muss.
Die Leute schrien! Der Pfarrer ging zurück ans Mikrofon. Er wickelte ein Taschentuch um seine verbrannte Hand (die brennend heißen und zerschmolzenen Kunstfasern hatten sich in seine Haut gebrannt) und zelebrierte den Gottesdienst weiter, als wäre nichts gewesen.

Diese Geschichte habe ich eben meinen Kindern erzählt. Sie wollen sie jedes Jahr hören. Mama in Flammen.

Ich wünsche Ihnen allen nun entspannte und fröhliche Weihnachten. Passen Sie gut auf eventuelle Kerzen auf. Und wenn ein Pfarrer zielstrebig durch die Kirche rennt, hat das meistens einen Grund 😉

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Hochsommerliche Weihnachten. Oder: In Kuhbach geht es heiß her.

Wie so viele warten auch wir unsere Kinder auf den Winter.
Als wir heute unsere Wetterstation hoffnungsvoll in Augenschein nahmen, wurden wir unserer Illusionen auf tragische Weise beraubt.
Am Samstag (s. unten rechts auf dem Foto) sollen hochsommerliche +59Grad Celsius erreicht werden!
Ich bin dann mal weg, den Pool aufbauen!

23.12.2014

23.12.2014

Joggender Nebelgeist. Oder: Ja, wo laufen Sie denn?

Es gibt so vieles, was man an einem ruhigen Sonntag alles machen kann. Ich habe mir die Sonne gedacht (ganz feste, dann klappt das fast), und bin losgelaufen. Immer Schritt für Schritt, der Straße nach. Denn mehr gab es nicht zu sehen, nur unmittelbar vor mir den Weg.

Nicht ganz. Ein paar Bilder habe ich auf meiner 6km-Strecke, die u.a. an der Donau entlang führt, für euch eingefangen.

Und was macht ihr heute so?

 

Baum in Sicht!

Baum in Sicht!

Wer findet die Donau?

Wer findet die Donau?

Donaunebel

Donaunebel

Schwach, atemlos und so stark. Oder: Weltfrühchentag.

Lieber Ben, lieber Eli!

Heute ist Weltfrühgeborenentag. Eben habe ich dich, Ben, vom Gitarrenunterricht abgeholt. Freudestrahlend kamst du mir entgegen. Eli, du spielst leidenschaftlich auf dem Schlagzeug, blühst förmlich auf, wenn du zum Unterricht gehen darfst.

Vor etwas mehr als sechs Jahren seid ihr zur Welt gekommen. 6 Wochen zu früh. Nur 6 Wochen. Denn hätte man euch frei entscheiden lassen, wärt ihr schon in der 24. Schwangerschaftswoche geboren, 16 Wochen zu früh.
Es war knapp. Aber nicht zu knapp.
Wir haben es geschafft. Ihr habt es geschafft.
Ich ziehe meinen Hut vor euch. Und ich denke an die ersten Momente zurück. Haut und Knochen, zerbrechlich und schwach. Und doch so unheimlich stark. Den Alarmen auf der Intensivüberwachung getrotzt, während Mama und Papa jeden einzelnen durchdringenden Piep als Mark-Erschütterung wahrnehmen. Herztöne fielen aus heiterem Himmel ab. Atmen funktionierte nicht. Trinken schon gar nicht. Mir geht es noch heute so, wenn ich genau diesen Ton irgendwo höre. Adrenalin pur.

Mit einer unendlichen Kraft und Willen habt ihr die frühe Geburt so aufgeholt, dass nach wenigen Monaten niemand mehr geglaubt hätte, dass ihr Frühchen wart. So könnt ihr schon lange mit euren Altersgenossen mithalten bzw. seid ihnen sogar teilweise in so manchen Bereichen um einiges voraus. So wurdet ihr (ihr seid kurz vor der Einschulung 6 Jahre alt geworden) ganz regulär eingeschult, ohne jegliche Bedenken. Und ihr macht das so toll.

Mit großem Respekt schreibe ich diese Zeilen, jeden Satz, jedes einzelne Wort.

Wenn mir im Alltag mal die Kraft auszugehen droht, denke ich an meine kleinen, zarten Frühchen… Und ich erinnere mich daran, wie viel Energie in so kleinen Bündeln steckt. Ich danke euch dafür von ganzem Herzen.

In Liebe

eure Mama,

die mächtig stolz auf euch ist.

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Landleben. Oder: Wir hausen im Gebüsch.

Für das Leben auf dem Land in der Pampa muss man geboren sein. Und wer hier fleißig mitliest, weiß, was genau ich mit Land meine. Nicht das etwas größere Dorf, welches sogar eine kleine  Auswahl an Supermärkten bietet.

Nein, ich meine Kuhbach. Das ist Landleben. 230 Einwohner. Aufgerundet wohlgemerkt.

Das mag für den einen oder anderen befremdlich klingen, im Konkreten sogar unvorstellbar.

Vor zwei Tagen hatte Joe Geburtstag. Auch Oma war zu Besuch da. Sie erwähnte gegenüber Krissi (8), Ben und Eli (beide 6), dass sie später noch zum Geldautomaten müsse.

„Tja“, meinte Ben mit nachdenklicher Miene, „das ist nicht so einfach, Omi.“

„Wieso denn, Ben?“, fragte Oma nach.

„Weißt du, hier in Kuhbach kann man nur wohnen, nix anderes.“, erklärte er mit ganz ruhiger Stimme.

„Und beten!“, ergänzte Krissi.

Ja. Eine Kirche und Häuser. Das ist Kuhbach.

Aber es wohnt sich gut hier, wie die Fotos beweisen.

Aufgenommen heute, beim Familienspaziergang bzw. -Radtour.

 

 

Kuhbach

Kuhbach

Fahrradwege ohne Ende

Fahrradwege ohne Ende

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Was fliegt denn da?

Was fliegt denn da?

Viel Wald und Gebüsch - ideale Plätze um sich Verstecke zu suchen

Viel Wald und Gebüsch – ideale Plätze um sich Verstecke zu suchen

Zerstochene Kürbisse. Oder: Ruinierte Löffel

Herrlich warm war es heute. So waren wir natürlich draußen.

Die Kürbisse mussten heute dran glauben.

Mit Messern und Löffeln legten wir los.

Wir schnitzten und höhlten aus, bis sich die Löffel bogen.

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Mit Ausstecherförmchen verliehen wir den Augen ihren unverwechselbaren Charakter.

Et voila, we proudly present our Kürbisgesichter:

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Kulinarische Auszeit. Oder: Muttertag im September

Am Bodensee

Am Bodensee

 

Gestern war Muttertag. Für mich zumindest.

Denn Joe löste sein Muttertagsgeschenk ein: Einen Verwöhntag am wunderschönen Bodensee.

Einfach herrlich.

Leckeres Eis.

Viel Sonnenschein.

Einzigartig tolles Essen.

Köstlicher Bodenseewein.

Entspannung pur.

Manchmal muss es genau so sein. Momente, in welchen einfach alles passt.

Danke, Joe! Für diesen wundervollen Tag und für die vielen weiteren quer übers Jahr verteilte Muttertage!