Omas und Sünden. Oder: Medizinische Wunder im Religionsunterricht.

Ben und Eli (8) üben fleißig für die morgige Religionsstunde. Eine knappe Woche hatten sie nun Zeit, das apostolische Glaubensbekenntnis (katholisch) auswendig zu lernen.

Gegenseitig tragen sie sich das lange Gebet vor und hören sich ab.

Schließlich kommen sie zu dem Entschluss, dass sie es auch mir zum Besten geben können. Ich setze mich auf das Sofa.

Ben beginnt:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn. Empfangen durch die alte Großmutter, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter…? 

Ich lieg fast am Boden vor Lachen, während Ben darüber nachdenkt, wie es denn nun weiter geht bzw. warum er denn wohl hängen geblieben ist mitten im Text.

Eli führt das Gebet fort:

Pontius Pilatus (…).Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Sünden, häää, Mama, nein, oder?  Moment, Vergebung der Toten, Auferstehung der Sünden, nein, umgekehrt, oder nicht?  Und das ewige Leben, das weiß ich wieder. Amen. Ich glaube, wir üben nochmal.“

Besser wärs.

 

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