Musizieren in der Familie. Oder: Das Christkind hält so manches aus!

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Musik macht Freude. Musik verbindet. Musik macht schlau.
Gemeinsames Singen und Musizieren in der Familie verschwindet leider immer mehr aus den Köpfen der Menschen. Dabei birgt es unheimlich viel Potential.
Argumente wie: „Ich kann doch nicht singen!“ oder „Seit Jahren habe ich mein Instrument nicht mehr in der Hand gehabt!“ sind oft die ersten Reaktionen – der Eltern.
Denn Kinder sind in der Regel Feuer und Flamme für das gemeinsame Musik machen. Es ist in der Tat zweitrangig, ob das ganze dann absolut harmonisch klingt.
Der Weg ist das Ziel.
Jedes Jahr mit Beginn der Adventszeit werden bei uns sämtliche zur Verfügung stehenden Instrumente ausgepackt. Klavier, Gitarre und Schlagzeug sind sowieso griffbereit, denn das sind die Instrumente, die unsere Kinder Krissi (9), Ben (7) und Eli (7) in der Musikschule lernen. Dazu kommen Flöten in den verschiedensten Varianten, weitere Gitarren, Glockenspiele, Geige, Keyboard und eine alte Mundharmonika, die bei uns zu Hause vorhanden sind. Hier wird improvisiert und ausprobiert und am Ende steht das Programm für unsere adventliche Musik.
Ich persönlich lege großen Wert auf die Musik, weil ich selbst in und mit der Musik aufblühe. Deshalb hat das Musizieren bei uns nicht nur in der Weihnachtszeit sondern ganzjährig seinen festen Platz gefunden.
Die Weihnachtszeit ist aber auf jeden Fall eine wunderbare Gelegenheit, mit dem Musik machen in der Familie zu beginnen. Keine Sorge, das Christkind ist einiges gewohnt und muss ganz andere Sachen aushalten 😉

Welche Schätze liegen denn im Singen und Musizieren mit Kindern verborgen?

Forschungsergebnisse zeigen, dass immer weniger mit Kindern gesungen wird. Eltern singen kaum noch vor. Das hat zur Folge, dass Kinder auch nicht mehr singen. Ihre Stimmen werden leiser, sind nicht mehr so kraftvoll.
Dazu kommt, dass den Kindern die Luft ausgeht. Sie können Töne nicht mehr lange halten.
Ein ganz signifikantes Problem ist, dass die Kinderstimmen eintöniger werden. Sie können ihre Stimme nicht mehr in dem Maße ausschöpfen, wie es ihnen eigentlich von Natur aus möglich wäre. Das überträgt sich auch auf die Sprechstimme. Kinder können Emotionen schlechter durch Stimmfarben ausdrücken. Bedürfnisse, Stimmungen und Wünsche können kaum noch rein durch die Stimme kommuniziert werden.
Dabei ist Singen gesund. Mediziner und Pädagogen sind sich einig: 20 Minuten am Tag und das Immunsystem ist merklich stärker.
Musizieren stärkt nachweislich die Kreativität und kann sogar die Intelligenz fördern.
Passiert das ganze dann im sozialen Netzwerk der Familie, also mit mehreren Menschen zusammen, die sich kennen, die sich untereinander vertrauen, so hat das ein sehr, sehr großes und wertvolles sozial-emotionales Potential. Musik verbindet und stärkt. Sie fordert das gegenseitige aufeinander Hören, das Erkennen von Missklängen und die Freude an Harmonie (hier nicht nur als musikalischer Fachbegriff gedacht!).

Die Adventszeit hat begonnen. Adveniat heißt übersetzt Ankunft. Ankommen hat auch damit zu tun, sich auf etwas Neues einzulassen. Das kann vielleicht in diesem Jahr das Musizieren mit den Kindern sein? Probieren Sie es aus, nutzen Sie die weihnachtlichen Lieder und machen Sie Musik.
Über Erfahrungsberichte als Kommentar oder als Mail freue ich mich sehr!
Eine schöne, harmonische und musikalische Adventszeit wünscht
Karolin

P.S. Ich bin ganz stolz, denn: Dieser Blogartikel  erscheint zusätzlich als 2. Türchen des Adventskalenders bei Tafjora!   Absolute Leseempfehlung!

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2 Gedanken zu “Musizieren in der Familie. Oder: Das Christkind hält so manches aus!

  1. Hallo Karolin,

    ein schöner Artikel, der zum Nachdenken anregt. Wir merken, dass unsere nach ihrer Musikstunde immer „aufgeräumter“ sind und vieles, vor allem die Hausaufgaben ;-), besser packen.
    Von Blockflöten sind wir verschont geblieben – irgendwie konnten wir diese überspringen.

    Liebe Grüße

    Sven

    • Herzlichen Glückwunsch zur flötenfreien Zone! Hier habe ich zusätzlich noch Glockenspiele im Angebot. Die stellen die Nerven auch leicht auf die Probe 😉 Aber es ist einfach herrlich, zu beobachten, wie die Kids Freude an der Musik haben! LG Karolin

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