Faszination Leben. Oder: Babyfilme und Philosophie.

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Damals

Damals

5 Jahre später

Heute

Ich kann nicht genau sagen, wer faszinierter und gerührter ist, die Kinder oder ich.
Wir schauen selbstgedrehte Filme aus der Babyzeit unserer Kinder. Mittlerweile sind Ben und Eli 7 Jahre alt, Krissi ist 9. Seit die kleine Cousine (4 Monate alt) unserer Kinder geboren wurde, kommen gehäuft Fragen nach der eigenen Zeit als Baby.
Und deswegen habe ich sie herausgesucht: Die DVDs mit den Aufnahmen unserer Kinder. Eine Premiere, denn sie haben die Filme bisher noch nie gesehen. Auch ich selbst habe sie, seitdem ich sie damals bearbeitet habe, nicht erneut angeschaut. Ich bin gespannt: Auf den Film und die Reaktion meiner Kinder!
Ich werde mit dem Drücken der Play-Taste sofort in die Zeit zurückversetzt, die so anstrengend und doch so wunderschön war. Ich stelle fest, dass die Mühen von damals (und die hatten wir in der Tat: Drei Wickelkinder gleichzeitig für zwei Jahre, mehrere Jahre war an mehr als 2 Stunden Schlaf am Stück nicht zu denken…) total in den Hintergrund getreten, ja, ganz weit weg sind. Die Erinnerungen an die schönen Momente sind die, die sich viel tiefer in mich eingebrannt haben.
Wundervoll. Voll Wunder.
Es ist mucksmäuschenstill. Die drei Kinder starren gebannt auf den Bildschirm. Nie zuvor habe ich sie bei einer Fernsehsendung so erlebt.
„Das sind ja wirklich wir!“, stellt Ben dann fest.
„Ich war ja niedlich!“, findet Eli.
Krissi lacht währenddessen über die unverwechselbare Art und Weise wie sie als 1,5-jähriges Mädchen im Film singt.
Natürlich stellt sich unausweichlich im Verlauf des Films die Frage: Wer ist denn nun wer von den Zwillingen? Ben und Eli erkennen es nicht zuverlässig. Auch ich selber muss aufpassen, achte auf die Mimik der Kinder (übrigens meist vergeblich) und freue mich, dass ich damals schon daran gedacht habe, Ben immer einen blauen Schnulli zu geben, während Eli stets einen weißen hatte.
Für einen kurzen Moment sehne ich mich nach der im Film gezeigten Zeit zurück. Sie ist so schnell vergangen und heute sind die drei schon große Schulkinder. Wenn ich mir in einigen Jahren dann Aufzeichnungen von heute ansehen werde, wird es mir wahrscheinlich wieder ähnlich gehen: Ich werde an diese schöne Zeit, in der wir ja jetzt, in der Gegenwart, leben, unheimlich gerne zurückdenken. Deswegen genieße ich jede gegenwärtige Phase, jedes Alter unserer Kinder ganz bewusst, blicke gerne mit einem zufriedenen, dankbaren Lächeln zurück und freue mich auf das, was das Leben für uns in Zukunft noch bereithalten wird – immer wissend, dass Gesundheit dabei das höchste Gut ist.

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2 Gedanken zu “Faszination Leben. Oder: Babyfilme und Philosophie.

  1. Liebe Karolin! Herzlichen Dank für diesen Beitrag. Vor Weihnachten hab ich mich auch mit einem Schnittprogramm gequält um die schönsten bewegten Bilder der ersten 6 Monate beisammenzuhaben. Nun sind sie schon bald 15 Monate alt. Eigentlich ist das noch gar nicht lange her… Aber wenn ich sie sehe mit Ihren mageren 2000 Gramm in den ersten Wochen kann ich es heute kaum fassen. Das sind unsere! Und jetzt sind die Frühchen soo gross und kräftig! Wie Du sagst: Wundervoll – Voll Wunder…
    Liebe Grüße Alexandra

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