Morgens halb zehn in Kuhbach. Oder: Hungersnot und Klopapier.

Ob ich es will oder nicht: Ich muss heute eine Lanze brechen für das männliche Geschlecht. Dem wird ja bekanntlich nachgesagt, nicht annähernd so multitasking-fähig zu sein, wie wir Frauen.
Auch wenn es mir schwer fällt, es gibt ihn, DEN Beweis schlechthin, dass uns Männer in manchen Bereichen diesbezüglich doch weit überlegen sind. Glauben Sie mir, mit drei Männern männlichen
Wesen im Haushalt, kann ich das beurteilen.

Es ist ruhig im Haus. Zu ruhig. Krissi (7) und Ben (5) spielen oben in ihren Zimmern. Eli (5) war bis eben noch da. Auf meine Nachfrage erhalte ich keinerlei Reaktion. Eigentlich müsste Eli mich hören. Tut es sicher auch. Deswegen gehe ich in die Diele. Die Toilettentüre steht offen. Ich gehe darauf zu und sehe Eli. In einer Hand das Klopapier, welches er zu seinen 4 Buchstaben bewegt, in der anderen Hand (ich musste wirklich zweimal hinschauen, ehe ich das richtig realisierte) ein Kn*ppers, welches er parallel zur Klopapierhandbewegung multitaskingmäßig zum Mund führt.

„Eli! Man nimmt kein Essen mit aufs Klo! Das lässt du bitte! Das weißt du doch!“, sage ich mahnend.
„Ja, ja, ich weiß! Aber was hätte ich tun sollen? Ich musste ganz dringend auf die Toilette. Und ich hatte soooo einen riesen Hunger! Ich wäre sonst sicher verhungert und dann hättest du keinen Eli mehr gehabt. Das würdest du doch nicht wollen, oder Mama?“
Eli schaut mich mit großen Augen an.
Entwaffnende Argumente und Erklärungen.

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