Hört, hört! Oder: Schreiende Embryos.

Joe und ich sind sehr bestrebt, unseren Kindern Krissi (7), Ben und Eli (beide 5) beizubringen, zu versuchen, Konflikte nach Möglichkeit erst einmal selbstständig unter- und miteinander zu lösen. Selbstverständlich legen wir großen Wert darauf, dass sich dies auf verbaler Ebene zutragen möge. Eine freundliche Vorgehensweise wäre das i-Tüpfelchen bei der ganzen Sache. Ich möchte das einfach mal erwähnt haben.
Klappt nicht immer…

„Maaaaamaaaa!“, ruft Ben, „Eli lässt mich nicht in Ruhe!“
Ich warte einen Moment beobachtend ab, die Auseinandersetzung klingt nicht wirklich dramatisch, und höre aus dem Nebenzimmer zu.
„Du hast doch selber angefangen!“, entgegnet Eli.
„Aber du hast mir noch davor mein Auto weggenommen!“, meint Ben.
„Und noch viel vorherer hast du mir meine Hausschuhe nicht mitgebracht.“, konstatiert Eli.
„Ja, weil du mir gestern beim Tischdecken kein Messer hingelegt hast!“, deckt Ben auf.
„Ähm, jaa, also, das war… ja, genau, und du hast zu mir ein blödes Wort gesagt, das war schon vor Nikolaus!“, fällt Eli nach längerem Überlegen ein.
Ben denkt angestrengt nach und ihm fällt ein:
„Ja, weil du mir in Mamas Bauch schon ständig in die Augen geschrien hast!!“

Ich schmunzle.
Währenddessen kommen die beiden Zwillinge Arm in Arm zu mir ins Wohnzimmer.
Unentschieden.
Und ein Herz und eine Seele.
Zwillinge.

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2 Gedanken zu “Hört, hört! Oder: Schreiende Embryos.

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