Weltfrühchentag. Oder: Erinnerungen

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Lieber Ben, lieber Eli!
Über fünf Jahre ist es her. Es war eine Zeit der Angst, der Tränen und der Hilflosigkeit. In der 24. Schwangerschaftswoche wolltet ihr viel zu früh auf die Welt kommen. Dank intensiver medizinischer Möglichkeiten und wochenlangem Liegen habt ihr euch überreden lassen, erst 10 Wochen später das Licht der Welt zu erblicken. Immer noch 6 Wochen zu früh. Aber eben nur 6 Wochen und nicht 16 Wochen.

Wie klein ihr wart…und doch dafür, dass ihr so früh zur Welt gekommen seid, richtig groß. Und stark.
Doch das Bangen war damit nicht zu Ende. Es begann immer wieder neu. So hilflose Wesen… Und vor allem du, Eli, verkabelt, mit Monitoren verbunden, die rot blinkend und übel kreischend unsere Herzen oft fast stillstehen ließen, wenn genau deines wieder und wieder Aussetzer hatte und stehen blieb und dies den Monitoren meldete.

Heute seid ihr zwei große Jungs, die all diese Dinge schon lang überwunden haben, die ihren Altersgenossen in vielen Dingen weit voraus sind und denen man diese schwere Zeit nicht mehr anmerkt.
Oder doch – denn ihr seid vielleicht gerade deswegen so stark und genau so einzigartig und wundervoll, wie ihr es seid.

Heute ist Weltfrühgeborenen-Tag.
Ihr beide seid große Vorbilder für mich, die mir und uns zeigen, wie sehr es sich lohnt, zu kämpfen und was wirklich alles möglich ist.
Ich danke euch dafür.
In Liebe ❤ ❤
eure Mama

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2 Gedanken zu “Weltfrühchentag. Oder: Erinnerungen

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