Heimliche Diebestour. Oder: Gruselige Trostpreise

Mit den Fahrrädern fahren wir los, auf Feldwegen, immer mit einem scheuen Blick zurück. Nicht dass wir noch erwischt werden!! Denn wir sind auf Diebestour. Zielstrebend führt uns unsere abenteuerliche Radtour zum Rübenacker von Onkel Sepp. Meine Schwester, eine Freundin und ich sind in geheimer Mission unterwegs, denn wir brauchen Rüben, um daraus Rübengeister zu schnitzen.

Halloween? Nie gehört.

Das Diebesgut unentdeckt nach Hause gebracht, machen wir uns direkt an die Arbeit. Die Rüben sind hart und wir brauchen mehrere Stunden und diverse Werkzeuge. Einen halben Tag und zahlreiche Blasen an den Händen später sind sie fertig: unsere Rübengeister. Wir freuen uns auf den Abend, an welchem wir unseren Nachbarn an deren Haustüren unsere Kunstwerke (das sind sie in der Tat) vorstellen dürfen.

Das ist nun fast 30 Jahre her.

Eben klingelte es an unserer Haustüre. Vier halbwüchsige Teenager stehen etwas hilflos da und strecken uns ein Handy entgegen, auf dessen Screen ein Foto eines vermeintlichen Kürbisgeistes prangt. Sehr einfallsreich, in der Tat. Geld wollen sie. Süßigkeiten bekommen sie. Aus Mitleid, weil ihnen so viel entgangen ist.

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2 Gedanken zu “Heimliche Diebestour. Oder: Gruselige Trostpreise

  1. Was für eine herrliche Erinnerung, die ich teile – nur sind unsere Rübengeister vor etwas mehr als 30 Jahren nichts geworden. Und wir waren irgendwann entnervt, gaben auf, haben sie auf einem Misthaufen beerdigt 😉

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