Nächtliches Rechnen. Oder: Halbierte Kirchenuhr

Heute startet bekanntlich das Konklave in Rom – spannend, wie ich finde, für mich als Katholikin sowieso. Aber auch außerhalb dieser für die Kirche ganz besondere Zeit sorgt diese dafür, dass ich auf Trab bleibe.
Vor allem nachts. Und das im Geiste.
Hier auf dem Lande, und ganz speziell hier in einem Dorf dieser Größe (270 Einwohner), ist man der Kirche immer nahe, zumindest dem Bauwerk. Von nahezu jedem Haus aus ist sie sichtbar.
Und hörbar. Die Kirchenglocken.
Es soll ja Menschen geben, die sich dadurch gestört fühlen, die dagegen klagen, wie z.B. auch gegen Kuhglockengeläute.
Andere, so auch ich, hören die Kirchenglocken mittlerweile gar nicht mehr, bzw. nehmen sie nur unterbewusst wahr.
Ich ertappe mich immer wieder dabei, im Halbschlaf im Bett liegend, dass ich die Glockenschläge zähle, um festzustellen, ob ich schon bald aufstehen muss.
So auch vergangene Nacht. Zwischen schlafen und wachen höre ich: dong-dong-dong. Noch ein paar Stunden. Herrlich. Dabei fühle ich mich eigentlich schon ausgeschlafen und wach.
*Brrrrrrrrrrrrr* rattert und schrillt der Wecker parallel zum eben erwähnten dreifachen Glockenklang.
Ich riskiere einen Blick auf die Uhr: „06:00“ leuchtet mir in rot entgegen.
Kaputte Glockenuhr.

Oder:
Die Kirche scheint zu sparen – die Hälfte der Stundenzahl.

So kommt es, dass ich nachts rechnen muss. Bin schon gespannt, was die Kirchenglocken zu ungeraden vollen Stunden machen werden. Auf- oder abrunden? Ich werde es herausfinden!

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