Miesepeter-Wetter. Oder: Fließend chinesisch an einem Tag

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Chinesisch lernen ist zu schwer? Stimmt nicht, denn ich habe nur einen knappen Tag dafür gebraucht und nun beherrsche ich diese Sprache perfekt. Nun gut, ich bin sprachlich nicht gerade unbegabt, aber chinesisch stellt auch für mich eine Herausforderung dar.
Dachte ich zumindest.
Bis heute.

Nun möchte ich euch natürlich nicht auf die Folter spannen, sondern euch meine Lernmethode verraten, die auf jede andere Sprache anwendbar ist, die ihr noch nicht kennt könnt. Italienisch vielleicht? Oder doch lieber ungarisch? Oder russisch rückwärts? Völlig wurscht. Die Methode ist sicher. Es gibt jedoch zwei Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen:

1. Es herrscht tagelang furchtbar schreckliches Wetter. Es ist über den ganzen Tag immer gleich hell bzw. dunkel. Grau in grau. Sturmböen und Dauerregen sorgen dafür, dass man das Haus nur dann verlässt, wenn es uuuunbedingt sein muss (also z.B. wenn die Schokoladenvorräte zu neige gehen).

2. Idealerweise nennt man Zwillinge sein eigen, die ungefähr 4 Jahre alt sind. Sind diese Zwillinge Jungs, die einen unheimlich großen Bewegungsdrang haben, wird sich der Erfolg fast schon automatisch einstellen.

Und dann kann es schon losgehen. Die Kombination aus Punkt 1 und 2 ergibt den Rest schon von alleine. Den Zwillingen fällt alles Un mögliche ein: Die mühevoll eingerichtete Playmobilschule der großen Schwester in gefühlte 12653 Einzelteile zerlegen. Stricknadeln aus meinem tagelang gewachsenen Werk herausziehen und sich fasziniert daran erfreuen, wie genau dieses Werk dann wie von selber immer kleiner wird und sich in einem einzigen Nichts verliert. Sämtliche Socken aller Familienmitglieder völlig durcheinander untereinander zu kombinieren und dann auch so zusammenzufalten und in die Schränke zu legen, so dass Joe sich sicher freuen wird, morgen neben seiner schwarzen Socke einen Hello-Kitty-Kniestrumpf von Krissi in den Händen zu halten.

So war das bei uns heute. Die Voraussetzungen stimmten. Seit Tagen können sich die Kinder nicht wirklich draußen austoben. Dazu sprühten Ben und Eli (4) nur so vor „tollen“ Ideen.

Und umgehend erhielt ich die Bestätigung und den Beweis, fließend chinesisch sprechen zu können: Egal, was ich auch sagte, Ben und Eli verstanden kein Wort. Sie reagierten nicht ansatzweise. Ich habs geschafft! Ich MUSS chinesisch gesprochen haben! Solche Tage gibt es, sind aber (zumindest bei uns) selten.

Was wäre ich ohne sie, meine… (s. chinesisches Schriftzeichen oben) 😉

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Ein Gedanke zu “Miesepeter-Wetter. Oder: Fließend chinesisch an einem Tag

  1. An solchen Tagen verstehen meine KInder auch nur ein Wort: „Schwimmbad?“, der Rest MUSS chinesisch sein! DAS ist es! Und ich habe mich immer gefragt, woran das liegt.. Danke für die Erleuchtung!.
    Die Antwort, die auch ich verstehe, lautet übrigens immer „Jaaaaa!“
    Und macht genervte Mütter entspannter und bewegungsfreudige Kinder müde.

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