Klotüre und Kindergarten. Oder: Typisch, Zwillinge!

Montag, 12 Uhr. Der Kindergarten ist aus, die Kinder kommen mit dem Bus hier im Dorf an.

Krissi steigt wie immer fröhlich aus. Ben und Eli warten normalerweise  erst mal ab, ob ich mit dem Auto an der Bushaltestelle warte oder ob ein Fußmarsch nach Hause ansteht. Sie recken ihre Hälse schon wenn der Bus in der Anfahrt auf die Haltestelle ist. Heute steigen sie weinend aus, obwohl mein Auto unübersehbar in vorderster Reihe parkt.

Einer schreit mehr als der andere.  Mitleidige Blicke werden mir zugedacht.

Ich versuche , herauszufinden, was der Grund des Weinens sein könnte. Ben streckt mir seinen Finger entgegen. „Daaahaaa!! Auaaaaa!“ Ich kann nichts entdecken, keine Spur.

Eli weint nicht ganz so stark, aber auch er hält mir seine Hand direkt vor die Augen. Ich sehe sofort, dass sein Mittelfinger total angeschwollen und der Fingernagel blutunterlaufen ist. Schnell nach Hause, kühlen. Krissi erklärt mir auf der Heimfahrt ganz aufgeregt, dass Eli seinen Finger in die Klotüre im Kindergarten geklemmt habe.

Eli beruhigt sich zunehmend. Ben nicht, im Gegenteil. Als ich später Joe von dem schmerzvollen Vorfall berichte, bricht Ben wieder in Tränen aus, während es Eli schon wieder gut geht.

So weit geht Solidarität unter Zwillingen. Auch wenn ich das nun nicht zum ersten Mal erlebt habe, fasziniert es mich immer wieder aufs Neue.

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