Lustige Gewohnheiten. Oder: Synchrone Diener.

Ich kann gar nicht mehr genau sagen, wann es war. Auf jeden Fall hatten wir eine lange Autofahrt zu bewältigen und die Kinder irgendwie bei Laune zu halten. Denn schon nach 5 Minuten tauchten die ersten Fragen auf:

„Wie lange dauerts noch?“

„Wann sind wir eeeeeendlich daha?“

„Mir ist sooo langweilig!!“

3 Minuten später:

„Dauerts noch lange?“

„Ich hab keine Lust mehr!“

„Ich möchte eine andere Musik hören, die da ist total dohoof.“

‚Das kann ja heiter werden‘, dachte ich im Sekundentakt.

Joe hatte eine bahnbrechende Idee! „Immer, wenn wir unter einer Brücke durch fahren, ziehen wir den Kopf ein und ducken uns!“

Guck-Duck-Bruck!, heißt unser Spiel auf schwäbisch. Es ist der Renner bei den Kindern, noch heute. Ich mag es weniger gern, mache aber sporadisch natürlich mit. Für die Kinder ist es jedes Mal eine Freude, wenn sie mich darauf aufmerksam machen können, dass ich wieder einmal absichtlich aus Versehen eine Brücke verschlafen habe.

Wir sind wieder einmal mit dem Auto unterwegs. Brücke in Sicht!! Synchron machen wir uns in den Autositzen kleiner, um unter der Brücke durch zu passen. Geschafft!

Unmittelbar danach schauen Joe und ich uns an und können uns kaum halten vor Lachen.

Die Kinder sind bei Oma und Opa, und wir sind alleine im Auto!

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Ein Gedanke zu “Lustige Gewohnheiten. Oder: Synchrone Diener.

  1. hihi, ich muss auch desöfteren den drang unterdrücken, andere erwachsene beim autofahren auf kühe, pferde, kirchtürme und schafe hinzuweisen…

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