Geheimnisvolle Nebenwirkungen. Oder: Lärmempfindliche Schilfpflanzen

Wir schreiben Tag 6. Noch immer keine stimmlichen Veränderungen erkennbar. Alle genießen die Ruhe im Hause Z.  haben unendliches Mitleid mit der weiterhin fuchtelnden Mama. Die Kinder gewöhnen sich so langsam daran und kommen meist schnell zu mir, wenn ich irgendwo im Haus energisch in die Hände klatsche oder auf den Boden stampfe. Pfeifen eignet sich nur, wenn ich die Kinder in unmittelbarer Nähe weiß, denn so laut fällt dieses Geräusch bei mir nicht wirklich aus. Das sind wohl Spuren meiner genossenen Erziehung, denn mein Vater konnte Gequietsche Pfeifen nicht gut leiden.

Sind die Kinder mit Lauf- bzw. Fahrrädern draußen unterwegs, gestaltet es sich schwierig, sie mit Klatschen oder Stampfen zu erreichen. Irgendwie kann ich mich nicht zum Einsatz einer Trillerpfeife durchringen. Unser Dorf ist so klein (294 Einwohner), dass ich dann nahezu alle Bewohner erreicht hätte. Dabei möchte ich doch nur, dass Krissi, Ben und Eli zum Essen kommen. Lösungsvorschläge nehme ich dankbar an!

Auch Joe merkt man die momentane Situation an. Als ihn gestern unser Nachbar ansprach, als Joe dabei war, unsere neuen Schilfpflanzen zu giessen, antwortete er in einem sanften Flüsterton: „Ja, ich denke, er wächst gut an.“  Der Blick des Nachbarn ließ leichte Irritationen erkennen. Eli stand dabei und stellte fest: „Gell, wenn man neben dem Schilf steht, muss man leise sprechen, sonst erschrickt er!“

Flüstern ist wohl tatsächlich ansteckend 🙂

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