SMS aus dem Badezimmer. Oder: Feind hört mit!

Wir wechseln kein Wort mehr miteinander, verkehren nur noch schriftlich. Joe und ich. Das heißt: Er spricht, ich fuchtle hilflos in der Gegend herum  schreibe Zettel und SMS – vom Wohnzimmer ins Arbeitszimmer, vom Badezimmer in die Diele. Die SMS-Flatrate zahlt sich einmal mehr aus.

Als ich heute Morgen die Kinder zum Zähneputzen schicken wollte, vernahmen sie nur einen krächzenden Versuch meinerseits. Erkältet. Heiser. Stimme weg. Ein Hauch von Nichts. Beste Voraussetzungen für den Alltag mit drei Kindern im Alter von 3-5. Sie wollen vieles wissen, fragen ständig nach, Streitereien wollen nicht von mir geschlichtet werden, Grenzen werden eingefordert.

Heute Nachmittag kommt Eli (3) auf die Idee, dass nun eine Süßigkeit genau das Richtige wäre. Er berät sich mit Ben (3) und Krissi (5), da die drei ihre tägliche, kleine Ration ja bereits verzehrt hatten.

„Papa, können wir bitte…“ beginnt Eli und wird sofort von Krissi unterbrochen. „So wird das nie was! Wir müssen Mama fragen, die kann heute gar nicht ’nein‘ sagen!“

„Aber ‚ja‘ auch nicht, das ist das Problem!“ berichtigt Eli.

Ben: „Drum fragen wir erst gar nicht und holen einfach etwas aus dem Osterkörbchen.“

Krissi: „Kann man eigentlich mit einer Kehlkopfentzündung hören?“

Ich grinse daraufhin sehr freundlich.

Sie fährt fort: „War wohl nix…“

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