Gespenster in Hausschuhen. Oder: Spukender Lieferservice.

Ben und Eli (beide 3) teilen sich ja ein Zimmer.

Beim Zubettgehen am Abend

nutzt Ben es gerne aus,

dass sein um 2 Minuten jüngerer Bruder

etwas ängstlicher ist als er selbst.

Ben würde es vermutlich umgekehrt formulieren:

„Ich bin viel mutiger als Eli.“

Kaum haben Joe und ich am Abend

nach unseren eigentlich ruhestiftenden Ritualen

das Zimmer verlassen,

erklärt Ben seinem Bruder verheißungsvoll flüsternd:

„Pass auf!! Gleich kommt ein Gahaist!!!“

Eli daraufhin: „Nein!! Es gibt keine Gespenster!“

Ben wieder flüsternd:

„Dohoch!!“

Kurz darauf ist Ruhe.

Ich selbst nutze diese Zeit,

um etwas zu entspannen.

Gerne auch mal mit einer

Gesichtsmaske,

die ja einige Zeit einwirken muss.

Zehn Minuten später ruft Ben nach mir:

„Ich möchte noch einen Schluck Wasser trinken!“

Ich eile die Treppen hoch, damit er Eli und Krissi (5)

nicht weckt.

Ich gehe zu ihm ins Zimmer,

lasse die Tür zum Flur offen stehen,

so dass ich Ben sehen kann und er mich.

Ich gebe ihm zu trinken.

Irgendwie schaut er mich merkwürdig an.

„Schlaf schön.“, sage ich leise,

streiche ihm über die Haare und gehe wieder.

Wundere mich noch,

dass er überhaupt nichts sagt.

Am nächsten Morgen

verkündet Ben stolz:

„Und es gibt doch ein Gespenst!! Sieht aus wie die Mama,

hat sogar die gleichen Hausschuhe

und ein gaaaanz weißes Gesicht!!“

Advertisements

Ein Gedanke zu “Gespenster in Hausschuhen. Oder: Spukender Lieferservice.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s