Nachbarschaftliche Fürsorge. Oder: Die endlose Freizeit der Lehrer.

Fußball!

In der Mittagszeit mit einem Buch im Liegestuhl liegen. Oder eventuell auf der Terrasse einen Kaffee trinken.

Am frühen Abend ein kleines Grillfest vorbereiten.

Am hellen Tag einen Spaziergang oder eine Tour mit den Lauf- bzw. Fahrrädern machen.

Im Herbst unter der Woche den einen oder anderen Zweig ausschneiden, den Garten so langsam winterfest machen.

Im Winter zu gewöhnlichen Arbeitszeiten einen Schneemann bauen.

Lehrer haben es einfach schön.

Die vielen Ferien nicht zu vergessen.

„Du hast auch immer frei, oder? Lehrer müsste man sein.“ tönt es vor zwei Tagen von der Straße her in meine Richtung, während ich mit Krissi, Ben und Eli nachmittags im Garten Fußball spiele.

„Und in 5 Wochen habt ihr schon wieder Herbstferien.“ fügt XY noch kopfschüttelnd hinzu.

„Ja“, entgegne ich. „Es ist schon schwierig, die viele Freizeit mit Arbeit zu füllen. Ich arbeite ja derzeit nur in Teilzeit, nicht mal voll. Somit habe ich ja eigentlich gar nichts zu tun.“

XY schaut mich leicht schief an und wartet auf meine weiteren Ausführungen, die ich mir nicht nehmen lasse.

„Zudem bin ich Hausfrau und dreifach-Mama. Da dies ja auch nicht mit Arbeit gleichzusetzen ist, ergibt das für mich DIE ideale Kombination: Teilzeit-Lehrerin und Hausfrau=endlose Freizeit!“

XYs Blick wird noch fragender und der Mund bleibt offen stehen.

„Du hättest auch Lehrer werden sollen.“ füge ich hinzu.

XY geht weiter, bleibt stehen und dreht sich erneut zu mir um: „Wollte euch noch drauf aufmerksam machen, dass ihr nachts oft das Licht im Arbeitszimmer brennen habt. Ist sicher ein Versehen.“

„Sicher“, sage ich und schmunzle ob der nachbarschaftlichen Fürsorge.

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2 Gedanken zu “Nachbarschaftliche Fürsorge. Oder: Die endlose Freizeit der Lehrer.

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