Diagnose Zwillinge. Oder: Die Welt steht Kopf.

 

AF3D52BA-0E84-4E0A-9491-AB439A54FD2FHeute sind es auf den Tag genau 10 Jahre her, und es kommt mir vor, als wäre es erst gestern gewesen.

“Sie haben Recht – es sind zwei!“

Nie werde ich diesen Satz meines Arztes vergessen, als ich ihn auf das zweite blubbernde Miniherzchen auf dem Bildschirm ansprach.

Der Gesichtsausdruck meines Mannes hat sich ebenso in meine Erinnerungen eingebrannt:

“Ich wandere nach Australien aus!“, war seine spontane Reaktion. Er ist immernoch hier und war noch nie in Australien.

Dass eine Schwangerschaft und eine Zeit der Angst, des Hoffens und Bangens folgen würde, ahnten wir noch nicht.

Im Juli werden Ben und Eli 10 Jahre alt. Keine Spur davon, dass ihr viel zu früh zur Welt kommen wolltet. Stattdessen unendliche Dankbarkeit. Ihr habt unsere Familie komplett gemacht. Euer Dasein und euer Lachen erhellt jeden einzelnen Tag.

Seit genau 10 Jahren gehört ihr zu uns.

Danke von Herzen.

 

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Auf Wiedersehen 2017. Oder: Ein Rückblick.

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Es war lange ruhig hier. Doch ich möchte auf jeden Fall auch in diesem Jahr meinen Jahresrückblick mit meinen Lesern teilen. Vielen Dank, dass Sie hier vorbeischauen, das bedeutet mir wirklich viel, gerade auch deswegen, weil in den letzten Monaten hier kein quantitatives Feuerwerk von Artikeln gezündet wurde.

Wie in den letzten Jahren, möchte ich auch am Ende von 2017 wieder die gleichen Fragen beantworten.

Und los geht‘s!

Zugenommen oder abgenommen?

Nochmal ein bisschen abgenommen. Aber nur im ersten halben Jahr. Seither aber nicht mehr zugenommen. Aber ich achte auch nicht auf mein Gewicht, sondern esse einfach ausgewogen und das, was mir schmeckt!

Haare kürzer oder länger?

Die Haarlänge, -farbe und -schnitt sind so geblieben wie im Vorjahr. Lang, dunkelbraun. Wenn ich die Haare nicht Glätte, sind sie lockig wie eh und je.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Mein optischer Durchblick ist Dank der Sehhilfen in Form von Brille und Kontaktlinsen wunderbar. Ohne sehe ich nicht wirklich viel, was jedoch manchmal nicht unbedingt ein Nachteil wäre…

Ansonsten bin ich ein Mensch, der vor allem im beruflichen Kontext vorausschauend und mit Weitblick Entscheidungen anbahnt und trifft.

Mehr ausgegeben oder weniger?

Mehr! Wir haben unser Badezimmer aufwändig saniert und völlig neu gestaltet. Ich liebe unsere kleine Wellnessoase und das Geld ist da gut untergebracht.

Die teuerste Anschaffung?

Das neue Badezimmer mit allem, was so dazu gehört.

Das leckerste Essen?

Mit Liebe und Sinn für das Besondere zubereitet – das genieße ich. Wenn dabei Familie, liebe Freunde oder die beste Freundin mit am Tisch sitzen, ist es perfekt.

Das beeindruckendste Buch?

“Herzenhören“ von Jan Philipp Sendker. Eine Empfehlung meiner besten Freundin. Unbedingt lesen.

Der ergreifendste Film?

Dieses Jahr hat mich ein Fernsehfilm sehr berührt. „Der Polizist, der Mord und das Kind“. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und geht von Anfang bis zum Schluss sensibel unter die Haut.

Die beste CD?

Die beste Musik ist für mich immer die, die mein Herz berührt. Ich bin da offen für alles. Begeistert bin ich ganz aktuell von Ed Sheeran und seinen tollen Songs.

Das schönste Konzert?

Die Konzerte mit dem Modern Symphonic Percussion-Ensemble auf der Heuneburg und im Naturtheater Hayingen (Krissi, Ben und Eli spielen hier mit) und das Jahreskonzert des MV Stafflangen lasse ich mir nicht entgehen. Einfach wunderschön und unheimlich bereichernd.

Die meiste Zeit verbracht mit?

Schule und Familie.

Die schönste Zeit verbracht mit?

Meiner Familie und meiner besten Freundin.

Vorherrschendes Gefühl 2017?

Dankbarkeit, Vertrauen, Liebe

2017 zum ersten Mal getan?

Geteilt. Mitgeteilt. Ausgeteilt. Eingeteilt.

2017 nach langer Zeit wieder getan?

Bis spät in die Nacht gequatscht und doch nicht fertig geworden…

Und Sauna. So wohltuend.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können:

Terror, Kleinkariertheit, Egoismus

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte:

Sich selbst treu zu bleiben und sich nicht für andere verändern und aufgeben müssen/dürfen.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe:

Da zu sein. Immer.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat:

Da zu sein. Immer.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat:

Du bist meine Allerbeste!

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

Danke von Herzen.

2017 war mit einem Wort:

Berührendergreifendmutmachendvertrauensvoll.

 

Nun wünsche ich Ihnen allen ein gutes Jahr 2018. Für alle, die 2017 mit Traurigkeit und Sorge verbinden, hoffe ich von Herzen, dass 2018 wieder positivere Gefühle bereit halten mag.

Es grüßt Sie herzlich

Karolin Ziegler

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwillinge – gemeinsam stark in der Klasse. Oder: Identische Zeugnisse.

IMG_1577Hier in Baden-Württemberg war heute der letzte Schultag vor den Sommerferien und somit brachten Krissi (10, Gymnasium), Ben und Eli (beide 9, Grundschule) ihre  wirklich tollen Zeugnisse mit nach Hause.

Ein klasse Auftakt für die Ferien!

Verblüffend ist in der Tat jedoch, dass unsere Zwillinge, Ben und Eli, vollkommen identische Zeugnisse vorlegen konnten! In jedem Fach haben beide exakt die gleiche Note erhalten.

Die beiden sind beabsichtigt zusammen in einer Klasse, weil sie sich trotz ihrer charakterlichen Individualität brauchen und ohne den jeweils anderen nicht sein können. Sie sind sich gegenseitig der beste Freund und behindern sich nicht (wie von so manchem Kritiker und auch einzelnen Pädagogenkollegen gerne dargestellt) in ihrer Entwicklung. Nein, das Gegenteil ist bei unseren Zwillingen der Fall. Die beiden stehen füreinander ein und sahen sich noch nie als Konkurrenten. Sie lernen voneinander und der eine profitiert von den Stärken des anderen. Gleichzeitig erfahren und erleben sie, dass Schwächen erlaubt sind und wie man damit umgehen kann. Und genau das ist eine Kompetenz, die so wichtig ist im Leben.

Ich wollte zum Start in die Sommerferien all‘ denen diesen kleinen Einblick in den Schulalltag mit Zwillingen geben, die irgendwann vor der Entscheidung stehen, die Weichen für ihre Kinder bzgl. der getrennten oder gemeinsamen Einschulung zu stellen.

Eine gute Zeit!

 

Omas und Sünden. Oder: Medizinische Wunder im Religionsunterricht.

Ben und Eli (8) üben fleißig für die morgige Religionsstunde. Eine knappe Woche hatten sie nun Zeit, das apostolische Glaubensbekenntnis (katholisch) auswendig zu lernen.

Gegenseitig tragen sie sich das lange Gebet vor und hören sich ab.

Schließlich kommen sie zu dem Entschluss, dass sie es auch mir zum Besten geben können. Ich setze mich auf das Sofa.

Ben beginnt:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn. Empfangen durch die alte Großmutter, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter…? 

Ich lieg fast am Boden vor Lachen, während Ben darüber nachdenkt, wie es denn nun weiter geht bzw. warum er denn wohl hängen geblieben ist mitten im Text.

Eli führt das Gebet fort:

Pontius Pilatus (…).Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Sünden, häää, Mama, nein, oder?  Moment, Vergebung der Toten, Auferstehung der Sünden, nein, umgekehrt, oder nicht?  Und das ewige Leben, das weiß ich wieder. Amen. Ich glaube, wir üben nochmal.“

Besser wärs.

 

Durch Schnee und Eis für Kenia. Oder: Folget dem Stern.

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Der 6. Januar ist hier in Baden-Württemberg ein Feiertag. Durch die schneebedeckten Straßen der katholischen Gemeinden ziehen bei eisigen Temperaturen kleine, in königliche Gewänder gehüllte Sternsinger.

Völlig selbstlos und freiwillig machen sie sich auf, gehen von Haus zu Haus, singen, tragen Texte vor und bitten um eine Spende für die armen Kinder in Kenia. Kinder für Kinder – eine Aktion der Solidarität, unterstützt und gefördert durch die katholische Kirche.

Krissi, Ben und Eli sind in diesem Jahr auch mit dabei. Sie schreiben an die Türen mit gesegneter Kreide:

20*C+M+B*17 Christus Mansionem Benedicat (Christus segne dieses Haus)

Abschied. Oder: Tschüß 2016 – ein Rückblick.

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…und Zeit und Anlass für mich, nachzudenken, zurück zu schauen und einmal mehr die Jahresrückblickfragen zu beantworten.

Es sind wieder die gleichen Fragen, wie in den Jahren zuvor. Los geht’s!

Zugenommen oder abgenommen?

Abgenommen, eine ganze Menge. Nochmal mehr als im letzten Jahr.

Haare länger oder kürzer?

Eindeutig länger. So finde ich sie jetzt wieder richtig gut, meine Haare sind trotz ihrer Länge gesund, deswegen bleiben sie jetzt so.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich war erst neulich beim Augenarzt, weil ich merkte, dass meine Kontaktlinsen nicht mehr passten, ich sah einfach nicht mehr richtig. Natürlich befürchtete ich, dass sich meine Sehkraft verschlechtert haben müsse. Hat sie aber nicht, nein, das Gegenteil war der Fall: Ich sehe besser! Eine Auswirkung meines „fortschreitenden Alters“ (Zitat des Augenarztes, vielen Dank an dieser Stelle), da sich bei manchen Menschen eben dadurch die Netzhaut wieder verstärke. Na gut. Wie auch immer. Ich habe nun neue Linsen und eine neue Brille und den vollen Durchblick.

Ansonsten baue ich weiterhin auf meinen Weitblick und versuche gleichzeitig die Dinge im Blick zu haben, die jetzt stattfinden, die ich jetzt genießen kann, weil wir alle einfach gar nicht wissen, was uns die Zukunft bringen wird.

Mehr ausgegeben oder weniger?

In etwa gleich viel.

Die teuerste Anschaffung?

Unser wundervolles Marimbaphon.

Das leckerste Essen?

Hauptsache mit viel Liebe und Herz zubereitet oder einfach nur bereitgestellt. Wichtig ist eigentlich in erster Linie, mit wem man isst.

Das beeindruckendste Buch?

„Fünf am Meer“ (Emma Sternberg) und „Die letzten Tage der Rabbit Hayes“ (Anna McPartlin)

Der ergreifendste Film?

Ein ganzes halbes Jahr. Hier waren ausnahmsweise das Buch und der Film wundervoll.

Die beste CD?

CDs kaufe ich mir eigentlich gar keine mehr, ich höre meine Musik über einen online-Anbieter oder lade sie mir herunter. Deswegen mache ich einfach mal „beste Musik“ aus dieser Frage. Ich verehre ja seit Jahren, was sage ich, Jahrzehnten deutschsprachige Songpoeten und Musiker. Als jemand, der selbst unheimlich gerne Texte schreibt und Musik liebt, ist das wohl unumgänglich. Diese Gesamtheit von Klang und Wortkraft ergibt für mich unheimliche Vollendung von Kunst. Stundenlang könnte ich mich darin verlieren, indem ich zuhöre oder selber singe. Herrlich.

Das schönste Konzert?

Auftritte von King Ralf beeindrucken mich sehr. Und dann natürlich die Konzerte des Modern Symphonic Percussion Ensembles unter Leitung von Hubert Müllerschön. In letzterem wirken Krissi, Ben und Eli mit.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Mit Schule und mit der Familie.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Mit den mir wichtigsten Menschen.

Vorherrschendes Gefühl 2016?

Erschütterung, Demut, Dankbarkeit, Erstaunen, Liebe und großes Vertrauen.

2016 zum ersten Mal getan?

Einen Schritt gewagt.

2016 nach langer Zeit wieder getan?

Die Zeit vergessen.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können:

Ungewissheit, Lehrermangel, fehlende Zeit.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Dass man  Geschenke (wie z.B. auch geschenkte Zeit) nicht gezwungenermaßen zurückgeben muss, sondern dass das ganz von alleine geschieht, wenn man es ehrlich miteinander meint. Geschenkte Zeit ist geschenkte Liebe. Und Liebe kann man nicht ausrechnen. Und Zeit ist unersetzbar.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Freundschaft und Zeit für die, die mir nahe stehen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Freundschaft und Zeit. Die bedingungslose Liebe meiner Kinder.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Du bist die süßeste Mama.“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

„Danke.“ Nur ein kleines Wort. Für mich so viel Bedeutung.

2016 war mit 1 Wort…?

Aufregendstressigwundervollsympathischbeängstigendeiligvollerüberraschungen

 

Nun wünsche ich Ihnen allen ein glückliches und gesundes Jahr 2017! Alles Gute für Sie und Ihre Familien.

Es grüßt Sie

Karolin Ziegler

Hier finden Sie die Jahresrückblicke 2015 und 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kürbis hoch drei. Oder: Herbst in Kuhbach.

Hallo zusammen!

Nach längerer Pause lasse ich euch mal wieder viele Grüße hier!

Der Jahreszeit entsprechend haben wir uns an die Arbeit gemacht und Kürbisgesichter geschnitzt.

Das Ergebnis möchten wir unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten!

Wart ihr auch schon fleißig? Schickt uns gerne eure Werke als Foto zu!