Omas und Sünden. Oder: Medizinische Wunder im Religionsunterricht.

Ben und Eli (8) üben fleißig für die morgige Religionsstunde. Eine knappe Woche hatten sie nun Zeit, das apostolische Glaubensbekenntnis (katholisch) auswendig zu lernen.

Gegenseitig tragen sie sich das lange Gebet vor und hören sich ab.

Schließlich kommen sie zu dem Entschluss, dass sie es auch mir zum Besten geben können. Ich setze mich auf das Sofa.

Ben beginnt:

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde. Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn. Empfangen durch die alte Großmutter, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter…? 

Ich lieg fast am Boden vor Lachen, während Ben darüber nachdenkt, wie es denn nun weiter geht bzw. warum er denn wohl hängen geblieben ist mitten im Text.

Eli führt das Gebet fort:

Pontius Pilatus (…).Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Sünden, häää, Mama, nein, oder?  Moment, Vergebung der Toten, Auferstehung der Sünden, nein, umgekehrt, oder nicht?  Und das ewige Leben, das weiß ich wieder. Amen. Ich glaube, wir üben nochmal.“

Besser wärs.

 

Durch Schnee und Eis für Kenia. Oder: Folget dem Stern.

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Der 6. Januar ist hier in Baden-Württemberg ein Feiertag. Durch die schneebedeckten Straßen der katholischen Gemeinden ziehen bei eisigen Temperaturen kleine, in königliche Gewänder gehüllte Sternsinger.

Völlig selbstlos und freiwillig machen sie sich auf, gehen von Haus zu Haus, singen, tragen Texte vor und bitten um eine Spende für die armen Kinder in Kenia. Kinder für Kinder – eine Aktion der Solidarität, unterstützt und gefördert durch die katholische Kirche.

Krissi, Ben und Eli sind in diesem Jahr auch mit dabei. Sie schreiben an die Türen mit gesegneter Kreide:

20*C+M+B*17 Christus Mansionem Benedicat (Christus segne dieses Haus)

Abschied. Oder: Tschüß 2016 – ein Rückblick.

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…und Zeit und Anlass für mich, nachzudenken, zurück zu schauen und einmal mehr die Jahresrückblickfragen zu beantworten.

Es sind wieder die gleichen Fragen, wie in den Jahren zuvor. Los geht’s!

Zugenommen oder abgenommen?

Abgenommen, eine ganze Menge. Nochmal mehr als im letzten Jahr.

Haare länger oder kürzer?

Eindeutig länger. So finde ich sie jetzt wieder richtig gut, meine Haare sind trotz ihrer Länge gesund, deswegen bleiben sie jetzt so.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

Ich war erst neulich beim Augenarzt, weil ich merkte, dass meine Kontaktlinsen nicht mehr passten, ich sah einfach nicht mehr richtig. Natürlich befürchtete ich, dass sich meine Sehkraft verschlechtert haben müsse. Hat sie aber nicht, nein, das Gegenteil war der Fall: Ich sehe besser! Eine Auswirkung meines „fortschreitenden Alters“ (Zitat des Augenarztes, vielen Dank an dieser Stelle), da sich bei manchen Menschen eben dadurch die Netzhaut wieder verstärke. Na gut. Wie auch immer. Ich habe nun neue Linsen und eine neue Brille und den vollen Durchblick.

Ansonsten baue ich weiterhin auf meinen Weitblick und versuche gleichzeitig die Dinge im Blick zu haben, die jetzt stattfinden, die ich jetzt genießen kann, weil wir alle einfach gar nicht wissen, was uns die Zukunft bringen wird.

Mehr ausgegeben oder weniger?

In etwa gleich viel.

Die teuerste Anschaffung?

Unser wundervolles Marimbaphon.

Das leckerste Essen?

Hauptsache mit viel Liebe und Herz zubereitet oder einfach nur bereitgestellt. Wichtig ist eigentlich in erster Linie, mit wem man isst.

Das beeindruckendste Buch?

„Fünf am Meer“ (Emma Sternberg) und „Die letzten Tage der Rabbit Hayes“ (Anna McPartlin)

Der ergreifendste Film?

Ein ganzes halbes Jahr. Hier waren ausnahmsweise das Buch und der Film wundervoll.

Die beste CD?

CDs kaufe ich mir eigentlich gar keine mehr, ich höre meine Musik über einen online-Anbieter oder lade sie mir herunter. Deswegen mache ich einfach mal „beste Musik“ aus dieser Frage. Ich verehre ja seit Jahren, was sage ich, Jahrzehnten deutschsprachige Songpoeten und Musiker. Als jemand, der selbst unheimlich gerne Texte schreibt und Musik liebt, ist das wohl unumgänglich. Diese Gesamtheit von Klang und Wortkraft ergibt für mich unheimliche Vollendung von Kunst. Stundenlang könnte ich mich darin verlieren, indem ich zuhöre oder selber singe. Herrlich.

Das schönste Konzert?

Auftritte von King Ralf beeindrucken mich sehr. Und dann natürlich die Konzerte des Modern Symphonic Percussion Ensembles unter Leitung von Hubert Müllerschön. In letzterem wirken Krissi, Ben und Eli mit.

Die meiste Zeit verbracht mit…?

Mit Schule und mit der Familie.

Die schönste Zeit verbracht mit…?

Mit den mir wichtigsten Menschen.

Vorherrschendes Gefühl 2016?

Erschütterung, Demut, Dankbarkeit, Erstaunen, Liebe und großes Vertrauen.

2016 zum ersten Mal getan?

Einen Schritt gewagt.

2016 nach langer Zeit wieder getan?

Die Zeit vergessen.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können:

Ungewissheit, Lehrermangel, fehlende Zeit.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?

Dass man  Geschenke (wie z.B. auch geschenkte Zeit) nicht gezwungenermaßen zurückgeben muss, sondern dass das ganz von alleine geschieht, wenn man es ehrlich miteinander meint. Geschenkte Zeit ist geschenkte Liebe. Und Liebe kann man nicht ausrechnen. Und Zeit ist unersetzbar.

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?

Freundschaft und Zeit für die, die mir nahe stehen.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?

Freundschaft und Zeit. Die bedingungslose Liebe meiner Kinder.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?

„Du bist die süßeste Mama.“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?

„Danke.“ Nur ein kleines Wort. Für mich so viel Bedeutung.

2016 war mit 1 Wort…?

Aufregendstressigwundervollsympathischbeängstigendeiligvollerüberraschungen

 

Nun wünsche ich Ihnen allen ein glückliches und gesundes Jahr 2017! Alles Gute für Sie und Ihre Familien.

Es grüßt Sie

Karolin Ziegler

Hier finden Sie die Jahresrückblicke 2015 und 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kürbis hoch drei. Oder: Herbst in Kuhbach.

Hallo zusammen!

Nach längerer Pause lasse ich euch mal wieder viele Grüße hier!

Der Jahreszeit entsprechend haben wir uns an die Arbeit gemacht und Kürbisgesichter geschnitzt.

Das Ergebnis möchten wir unseren Lesern natürlich nicht vorenthalten!

Wart ihr auch schon fleißig? Schickt uns gerne eure Werke als Foto zu!

12. Hochzeitstag! Oder: Der Brautkleid-Check!

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Gestern war unser Hochzeitstag. Zum 12. Mal jährte sich unser kirchliches Fest. Es war heiß damals, heißer als es gestern bei uns war. Ein unvergesslicher Tag.

Wir verbrachten unseren Festtag gestern gemütlich am Bodensee. Krissi, Ben und Eli besuchten Oma und Opa. Natürlich schwelgten Joe und ich in Erinnerungen.

Wir redeten über den Tag der Hochzeit, das tolle Essen, die lieben Festgäste, die sich Zeit genommen haben, mit uns bis spät in die Nacht zu feiern, über die Musik und natürlich nicht zuletzt über mein Brautkleid. Es war außergewöhnlich und für mich das Schönste, das ich mir für mich vorstellen konnte. Mit einer Corsage in Bordeaux.

Es hängt im Schrank. Ob es wohl noch passt?

Wagemutig probierte ich das Kleid heute an. Heute, 12 Jahre und 3 Kinder später.

Ich könnte glatt nochmal heiraten! Natürlich denselben Mann 😉❤️, im Kleid von damals.

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Ein gesundes Pausenvesper unterstützt das Lernen. Oder: Kinderleicht mit Rezepten von LaVita!

 

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Avocado-Brot mit Paprika und Sprossen (Bild und Rezept von LaVita)

Wer kennt es nicht, das immer wiederkehrende Problem des Pausenbrotes… Morgens ist es oft hektisch, das eine Kind sucht noch nach den Turnschuhen, das andere muss zur Beeilung angehalten werden, das nächste möchte noch einen Elternbrief unterschrieben haben und selbst sollte man sich auch für die Arbeit fertig machen!

Eltern lassen sich durch die alltägliche Routine oft dazu hinreißen, dem Kind mit einem Griff in den Süßigkeitenschrank einen Schokoriegel für die Pause zuzustecken. Nicht selten haben Kinder aber auch gar kein Vesper dabei bzw. kaufen sich irgendein süßes Teilchen beim örtlichen Bäcker.

Hier bekommen Eltern nun eine tolle Hilfe an die Hand, denn mit LaVitas tollen Rezeptideen wie „Tomate-Mozarella-Ecken“ oder „Avocado-Brot mit Paprika und Sprossen“ (hmmmm, da bekomme ich schon beim Aufschreiben Hunger 😉) und Videoanleitungen macht schon das Zubereiten des gesunden Pausenvespers Freude und der Verzehr natürlich noch viel mehr. Mit nur wenigen Handgriffen und tollen Zutaten ist ein besonderer Pausensnack im Handumdrehen hergestellt und er animiert und motiviert die Kinder, mit Freude und Appetit zu essen.

Hier stelle ich gerne eines der Videos von LaVita vor:

 

Ein gesundes Pausenvesper ist unerlässlich für das Lernen und schulische Arbeiten. Aus meiner täglichen Arbeit als Rektorin und Lehrerin kann ich aus der Praxis berichten, dass der Körper ca. 2-3 Stunden nach dem ersten Frühstück des Tages neue Energie benötigt, um sich kognitiv und auch körperlich erfolgreich betätigen zu können. Kinder, die morgens ohne Frühstück aus dem Haus gehen (was ich aus schulischer Sicht nicht empfehle), brauchen dann für die große Pause in der Schule sogar eine noch umfangreichere Kost als die Kinder, die am Morgen schon gefrühstückt haben.

An meiner Schule achten wir ganz explizit auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Hier gehört als wichtiger Bestandteil das Pausenvesper mit dazu. Wir besprechen das in den Elternabenden und weisen Eltern darauf hin, wie wichtig der Inhalt der Vesperdose für das schulische Lernen ist und was denn ganz konkret gute Energielieferanten für den Schulalltag sind. So dürfen bei uns keine Süßigkeiten mitgebracht und verzehrt werden. Auch bei den Getränken sind  nur Wasser und Saftschorle erlaubt. Eltern unterstützen ihre Kinder auch, indem sie Vorbild sind und selbst im Familienalltag Wert legen auf gesunde Ernährung.

Mit den Kindern schauen wir im Rahmen des Unterrichts immer wieder gemeinsam die mitgebrachten Dinge durch, erläutern die Eigenschaften und Zusammensetzung der Lebensmittel und geben bei Bedarf Verbesserungsvorschläge und Anregungen mit auf den Weg.

Wir messen der Essenszeit, also der großen Pause, eine große Bedeutung bei, nicht nur aus ernährungstechnischen Gründen, sondern auch vor dem Hintergrund sozialer Aspekte. So habe ich mit meinen KollegInnen für unsere Schule im Schulprofil festgeschrieben, dass jede Klasse im Klassenverbund im Klassenzimmer das Pausenvesper gemeinsam einnimmt. Das gemeinsame Essen unterstützt und fördert das soziale Gefüge und die Ausbildung einer Tischkultur. Essen bedeutet Geselligkeit und Atmosphäre und schafft eine Verbindung untereinander. Während die Kinder essen, liest die Lehrkraft im Klassenzimmer vor. Nach der Essenszeit beginnt die große Pause. Da unsere SchülerInnen nun schon in Ruhe gegessen haben, haben sie nun Zeit, sich auszutoben, sich zu bewegen, zu balancieren, zu klettern und zu rennen und sind dann bestens vorbereitet für die nun noch kommenden Schulstunden.

Für unsere o.g. Umsetzung und präventive Arbeit im Bereich Ernährung wurde unsere Schule jüngst mit einem Stern ausgezeichnet.

Mein Tipp: LaVita ist übrigens auch auf Facebook und Youtube zu finden!

Facebook: https://www.facebook.com/lavita/
YouTube: https://www.youtube.com/user/lavitachannel

(sponsored Posting)

 

 

Sommerferien und Abschied. Oder: Brief an mein kleines großes Mädchen.

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Liebe Krissi!

Der Endspurt war schön und anstrengend, wie in jedem Jahr. Die Ereignisse in der Schule übertrafen sich wieder einmal gegenseitig. Ausflüge, Konferenzen, Zeugnisse sichten und unterschreiben, Abschlussfeiern, Planungen für die kommende Einschulungsfeier an meiner Schule usw.

Ich könnte noch viele Dinge aufschreiben, die während der letzten Schulwochen über den Schreibtisch meines Rektorats gehen. Lauter Dinge, die zeigen, dass man als Schule wieder ein erfülltes Schuljahr zu einem guten Schluss geführt hat. Ein wirklich tolles Gefühl.👍🏼

Und doch war es anders als in den Jahren zuvor: Denn es endete mit diesem letzten Schultag nicht nur ein Schuljahr.

Nein, für dich, liebe Krissi (9), ist die  Grundschulzeit zu Ende. Vier Jahre. Wo sind sie geblieben? Du, das kleine, gerade 6 Jahre gewordene Mädchen mit dem riesigen Schulranzen und der mächtigen (unter Schweiß und Blut von mir gebastelten) Schultüte, standest doch eben noch voller Erwartung vor dem Eingang der Schule. Du konntest den ersten Schultag kaum erwarten und hast am Abend geweint, weil dieser tolle Tag viel zu schnell vorbei war.

Das ist in der Tat vier Jahre her und du hast dein erstes Abschlusszeugnis erhalten, das der Grundschule. Vorbildlich. Mit Bravour. Wir sind unheimlich stolz auf dich.

Nun steht nach den Ferien ein neuer Abschnitt für dich an. Und obwohl wir erst seit wenigen Tagen Ferien haben, freust du dich schon jetzt auf das Gymnasium.

Du liebst Schule – ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass das weiterhin so bleiben möge, denn das erleichtert doch so manches 😉 . Wir werden dich an deiner neuen Schule unterstützen und dich begleiten, wann immer du uns brauchen wirst.

Aber nun sind erst mal Ferien.

Die Zeit, in der Schule auch mal in den Hintergrund treten darf.

Die Zeit, in der wir nicht so oft auf die Uhr schauen.

Die Zeit, in der wir einfach so unter der Woche zu fünft ins Kino gehen.

Die Zeit, in welcher wir in den Urlaub fahren werden.

Die Zeit, in der du mit deinen Brüdern ein Matratzenlager aufschlägst, um euch bis in die Nacht hinein Geschichten zu erzählen.

Die Zeit, in der ihr spontan zu Oma und Opa fahrt.

Die Zeit, in der ihr den ganzen Tag über je nach Lust und Laune in den Pool im Garten springen könnt.

Die Zeit, in der Zeit einfach da ist und keine Rolle spielt und gleichzeitig die wichtigste Hauptrolle einnimmt.

Ich wünsche dir und Ben und Eli und uns als Familie und allen, die das lesen, wundervolle und erholsame Ferien!!