Das Leben einer Familie mit Tochter und Zwillingsjungs auf tiefstem Lande!

Artikel mit Schlagwort ‘Wasser’

Familienzuwachs! Oder: Nicht (mehr) ganz dicht…

Badetag! Welch’ riiiesige Freude für mich! – Für die Kinder.

Diese Aktion war bisher immer schon ein riesen Ding: Drei bewegungsfreudige Kinder in einer Badewanne!

Pfützen auf den Bodenfliesen verschmelzen miteinander und werden zu einem einzigen See. Schaum läuft in schönen Spuren über die ganze Länge des Badezimmerspiegels und mündet auf dem oberen Rand des Waschbeckens. Die Dachfensterscheibe sieht aus, als regnet es – bis auf dass die Tropfen an der Innenseite sind, ist alles ok.

Großputz im Anschluss an das Spektakel ist unumgänglich.

Schnee von gestern. Alles Peanuts.

Denn es kommt noch besser – Nummer 4 (kann es sein, dass Sie etwas verpasst haben?) ist mit in der Badewanne.

Sie heißt Lisa und ist gerade mal ein halbes Jahr alt.

“Vorsicht!”, ruft Krissi, die die Verantwortung für den Neuzugang übernommen hat, und schon ist Lisa abgetaucht.

Eli rettet sie heldenhaft.

Ben versucht mehr oder weniger geduldig, ihr das Schwimmen beizubringen, was sie eigentlich angesichts ihres Alters von Natur aus schon können sollte.

Lisa wird immer schwerer, der Körper füllt sich zusehends mit Wasser.

Lisa ist eine Schwimmpuppe.

Die Kinder haben Spaß, ich habe eine Ahnung:

Eine neue Herausforderung wird mir zuteil werden – Entwässerung von Lisa im Anschluss an die Badeaktion. Na super.

Ich rüttle und schüttle Lisa, Wasser tröpfelt in Minidosen aus sämtlichen Körperteilen, dem geöffneten Puppenmund und den Hüftgelenken.

Bei jeder Bewegung gurgelt sie. Ich hänge sie an den Beinen kopfüber an die Heizung, um über die letzten, unerreichbaren Badewasserrückstände vielleicht so Herr zu werden.

Liebe Nachbarn, dieser Anblick beim Blick in unser Badezimmer könnte etwas befremdlich wirken…kein Grund zur Sorge!

Nach dem Baden ist vor dem Schweiß-Baden!

Wasser Marsch! Oder: Mit dem Kopf durch die Wand

Krissi verhält sich zu Wasser wie Mama zu Spinnen.
Kurz gesagt: Für Krissi und mich bedeuten jeweils oben genannte Dinge nur eines: FLUCHT!
Nun ist es ja so, dass ich Spinnen irgendwie aus dem Weg gehen kann, bzw. sie durch Joe aus dem Weg räumen lasse.
Das gestaltet sich für Krissi in Bezug auf Wasser eher schwierig.
Was nicht heißt, dass sie das nicht versucht, also das mit der Flucht. Mit dem nassen Waschlappen tupft sie z.B. ganz vorsichtig um ihren Mund herum, wenn ich ihr sage, sie möge sich doch bitte das Gesicht waschen. Beim Schwimmkurs sticht genau ein Kind heraus, das sehr grazil und königlich (will heißen hoch erhobenen Hauptes) durch das Schwimmbecken schreitet. Im Spaßbad geht sie in einem weiten Bogen um planschende Kinder herum.
Bleibt ein Problem: Baden und Duschen und dabei ganz besonders das Haare waschen.
Beim Abspülen des Shampoos aus ihren Haaren hüpft Krissi mir fast aus der Badewanne. So beschließen wir, einen anderen Versuch zu starten und motivieren Krissi, alleine und selbstständig zu duschen, denn “du bist ja schon so groß”! Sie findet die Idee toll (noch) und willigt ein unter der Bedingung, dass ich ihre (hüftlangen) Haare dann vom Shamppo befreie.
Was dann passiert, ist unübertroffen! Ich stehe vor der Duschtür und beobachte eine wilde Hetzjagd! Eine lachende Krissi auf der Flucht vor dem aus der Brause strömenden Wasserstrahl! Sie scheint dort in der Dusche um ihr Leben zu rennen, immer im Kreis herum, die Brause in der Hand und somit verfolgt von Wasser. Ich sehe es ihr an, am liebsten würde sie mit dem Kopf durch die Wand aus der Nasszelle fliehen.
Aber sie lacht und ich kann von Herzen mitlachen. :-D
Irgendwie erinnert es mich daran, wie früher meine Katze im Kreise lief und versuchte, ihren eigenen Schwanz zu fangen.

Land unter! Oder: Freitag, der 13.!!

Es gibt Tage, da ist man schlagartig wach, alleine der Blick aus dem Fenster reicht aus und man ahnt, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Wir hatten haben einen Pool im Garten. Alles wunderbar soweit. Er stand steht dort auf der Fläche, die wir im Frühling neu gestaltet haben. Wir hatten die Rasenfläche mit Erde aufgefüllt und eingeebnet und fleißig gewalzt. Alles war bereit für den Pool, der 5000l Wasser fasst.

Hier hat es in den letzten Zeit sehr viel geregnet und irgendwie muss die Bodenfläche deshalb sehr weich geworden sein, denn der Pool neigt sich verdächtig.

“Schau mal Joe, ich denke, mit dem Pool stimmt was nicht. Der war doch gestern noch nicht so.”

Joe schaut nicht gerade erfreut. Er hat es eilig, muss in die Schule. “Wir schauen heute Nachmittag danach.”

Keine 5 Minuten später sehe ich, dass sich erste kleinere Rinnsale über den Poolrand in Richtung Haus bewegen. Ich eile nach draußen. Das Wasser eilt auch. Ist schneller als ich. Ich gebe nicht auf. Es regnet. Ich bin barfuß und im Schlafanzug. Renne den Garten hinunter, um den Schlauch zu suchen, damit ich das Wasser behutsam auslaufen lassen kann. Rutsche in der aufgeweichten Erde aus und hocke im Dreck. Aber immerhin habe ich den Gartenschlauch erblickt!

Mittlerweile sieht der Pool so aus:

Das Wasser ist eiskalt und hat eine unheimliche Kraft. Mittlerweile sehe ich so aus, als wäre ich samt Klamotten eine Runde schwimmen gewesen. Ich versuche, so schnell wie möglich den Schlauch an den Auslaufstopfen anzuschließen.

Nach einigem Gefrimel schaffe ich es und  nach wenigen Minuten ist der größte Druck weg und der Pool sieht fast schon wieder friedlich aus.

 

 

 

 

 

Einfach um irgendetwas zu tun, spannen wir einen Plastikstuhl unter den Poolrand, was aber natürlich nichts aufhalten kann, denn der Stuhl sinkt in die aufgeweichte Erde ein.

Man könnte nun sagen: Typisch, ist ja schließlich Freitag, der 13. heute.

Ich sage: Glückstag, denn wir konnten immerhin verhindern, dass 5000l (!) Wasser in Richtung Haus kommen.

Hochwasser im Badezimmer. Oder: Wenn Zwillinge synchron pinkeln

Badetag

ist immer wieder ein Highlight

- für die Kinder.

Für mich hingegen bedeutet das

Action pur,

Hochwasser im Badezimmer,

von der Decke tropfendes Wasser,

Überschwemmung überall da,

wo es nicht sein sollte.

Jedes Mal ist eine

Grundreinigung des Badezimmers angesagt.

Auch heute sind Ben und Eli (3) wieder eifrig dabei,

das Element Wasser planschend und spritzend im

ganzen Raum zu verteilen.

Da ich wie immer natürlich dabei bin,

überlege ich mir zum gefühlten 578. Mal,

ob ich in Zukunft nicht entweder

Regenkleidung oder doch eher den Bikini anziehen sollte,

wenn ich die Kids bade.

Als ich gerade hin und her überlege,

schauen sich Ben und Eli

vielsagend an.

Einen Augenblick später stehen sie wie auf Kommando in der Wanne auf.

Und pinkeln parallel.

Auf den Fußboden!

Ich nehme an,

dass sich mein Gesichtsausdruck entsprechend veränderte,

und als ich gerade ansetzen wollte,

strenge, kluge Worte verlauten zu lassen,

unterbricht mich Eli psotwendend und sagt mit einer vollkommenen Unschuldsmine:

“Aber Mama, du hast doch gesagt, wir dürfen nicht ins Wasser pinkeln!”

Was habe ich doch für gehorsame Kinder…

Ungerecht! Oder: Man darf nicht nur an sich denken.

Verdächtige Ruhe. Wieder einmal.

Mittlerweile ist Ruhe zu “Alarmstufe Rot” für mich geworden. Das ist mir so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich sogar hibbelig werde, wenn Ben und Eli nicht im Haus herum toben, lachen, kichern, glucksen, tatütata rufen, singen, klopfen, trommeln und so weiter, weil sie schlicht und ergreifend gar nicht da sind, sondern bei Oma “Ferien” machen.

Aber heute SIND sie DA. Hier. Zumindest waren sie es vor wenigen Minuten noch.

Ich renne meine vertrauten Wege im Haus ab und rufe abwechselnd beide Namen. Nichts. Naja, fast nichts. Ich höre ein  Rauschen. Wasser. Oh. Nein. OH! NEIN!

Da stehen Ben und Eli unter der Dusche. Natürlich voll bekleidet. Nass von Kopf bis  Fuß. Lachend – ansonsten ist Haare waschen immer ein Grund, wie wahnsinnig zu brüllen.

“Was macht ihr denn da?” fragte ich, obwohl ich ja sah, dass sie sich komplett eingeweicht haben.

Ben: “Nicht nur unser Mund hat Durst. Pulli, Hose und Socken und Hausschuhe auch.”

Eli: ” Haben zu trinken gegeben.”

Meine sozial eingestellten Kinder.

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