Das Leben einer Familie mit Tochter und Zwillingsjungs auf tiefstem Lande!

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Auto, Quad und Motorrad. Oder: Herzen zum Muttertag

Ich wünsche allen Mamas einen wundervollen Muttertag! Ich möchte euch natürlich an dieser Stelle die Wünsche und Geschenke meiner Kinder für mich nicht vorenthalten.
Es ist sicher nicht schwierig zu erraten, welche Herzen von Ben und Eli gestaltet wurden ;-) !
Krissi übernimmt via Gutschein das Kochen und Autofahren – das klingt verheißungsvoll bis abenteuerlich! Der nächste Einsatz einer Krankenvertretung an meiner Schule ist dank Krissi auch gesichert ;-)
Einen schönen Sonntag von den Dachbuben!

Quad und Motorrad

Quad und Motorrad

Kochen, Lehrerin sein und Autofahren

Kochen, Lehrerin sein und Autofahren

Barbies, Puppen, GPS. Oder: Ja, wo laufen Sie denn??

Krissi (6), Ben und Eli (4) spielen meist oft friedlich miteinander. Durch ihren geringen Altersunterschied von nicht mal zwei Jahren passt das perfekt. Hin und wieder könnte man meinen, man habe es mit Drillingen zu tun. Die Bezeichnung “Pseudodrillinge” hat wirklich seine Berechtigung.
Dann gibt es aber auch jene kostbaren Momente, in welchen ich spüren darf, dass neben der “gewöhnlichen” Bindung unter Geschwistern ein besonderes Band zwischen Zwillingen vorhanden ist. Manchmal wird dies sogar unheimlich deutlich, so wie heute:
Ich merke, dass das Spiel unserer drei Kinder nicht mehr ganz so ausgeglichen ist, die Vorstellungen vom Spielablauf scheinen zu diesem Zeitpunkt etwas auseinander zu gehen. Eli zieht sich zurück und weiß nicht, was er nun spielen soll. Ben sitzt auch etwas unmotiviert neben Krissis Puppenwagen, während die große Schwester mühsam Barbies Haare entwirrt.
Eine Weile später steht Eli auf und geht zu seinem Zwillingsbruder. Er setzt sich neben ihn, legt seinen Arm um Ben, kuschelt sich an ihn und sagt ganz Navi-typisch und unglaublich erleichtert klingend: “Ich habe meinen Zielort erreicht.”

Ich habe meinen Zielort erreicht!

Ich habe meinen Zielort erreicht!

Buchstabensuppe im Regen. Oder: Station im Komposthaufen

“Mama!”, ruft Eli (4) ganz aufgeregt als ich von der Schule nach Hause komme. “Mama, wir müssen unbedihingt sofort zum Einkaufen fahren!”
Ich komme kaum dazu meine Schultasche abzustellen und meine Hände zu waschen und einfach kurz durchzuatmen nach einem intensiven Schultag.
“Mama! Wir müssen lohos!”
“Was gibt es denn so dringend einzukaufen, Eli?”, frage ich, denn ich bin nun doch neugierig geworden, “Reicht dies nicht vielleicht nach dem Mittagessen?”
“Oh nein, dann ist es zu spät!!”, erklärt er, “das Wetter ist im Eimer!”
Gut, wo er Recht hat, hat er Recht. Verstehen tu ich es noch immer nicht. Ich schaue ihn müde fragend an.
“Weisch, mir reicht es jetzt wirklich. Immer ist so Schrottwetter.”, führt Eli aus.
Ben nickt ernst und zustimmend und ergänzt seinen Zwillingsbruder:
“Wir haben die Wetterstation in den Müll geschmissen. Wir fahren sofort los und kaufen eine neue. Und dann scheint endlich die Sonne!!” Von dieser Idee ganz angetan, strahlen die beiden über das ganze Gesicht, während Krissi (6) den Mülleimer unter die Lupe nimmt. Und siehe da, zwischen Bananenschalen kommt sie zum Vorschein – dekoriert mit Zwiebelresten und Überbleibseln der Buchstabensuppe – die weiter tapfer regenverkündende Wetterstation.

Warum bin ich nicht schon vor einem halben Jahr darauf gekommen, sie gegen eine neue auszutauschen? Der Gegend hier wäre wettertechnisch einiges erspart geblieben ;-)

Ohrenschmalz und Zehennägel. Oder: Zwillinge erklären die Welt

Neulich, an einem Abend, dem ein Tag voranging, der ausnahmsweise mal schönes Wetter zu uns brachte. Krissi (6), Ben und Eli (4) haben sich ausgiebigst im Sandkasten ausgetobt, so dass eine Dusche für jeden der drei unumgänglich war, bevor es ins Bett ging.
Eli ist an der Reihe. Krissi und Ben sind bei Papa im Wohnzimmer. Ich putze ihm mit einem Wattestäbchen seine Ohren.
“Mama”, stellt er fest, “Mama, ich habe nie schmutzige Ohren. Und ich weiß ganz genau, warum!”
“Ja, warum denn?”, möchte ich natürlich sofort wissen.
“Das ist doch ganz klar: Weil ich immer soo schnell Fahrrad fahre!”
Klingt irgendwie logisch. Zumindest für Eli.

Als nächstes rufe ich Ben ins Badezimmer. Nachdem er frisch geduscht ist, schneide ich ihm seine Zehennägel.
Völlig unabhängig von seinem Zwillingsbruder läuft zwischen Ben und mir nun ein Gespräch ab, das mir sofort irgendwie bekannt vorkommt und sich auf faszinierende Art der Unterhaltung ähnelt, die ich nur eine Viertelstunde zuvor mit Eli geführt hatte.
“Mama”, stellt er fest, “Mama, ich habe immer so lange Zehennägel. Und ich weiß ganz genau, warum!”
“Ja, warum denn?”, möchte ich auch jetzt natürlich sofort wissen.
“Das ist doch ganz klar: Weil ich immer soo schnell renne!”
Klingt irgendwie logisch. Zumindest für Ben.

Zwillinge bleiben wohl immer etwas ganz besonderes und schaffen es immer wieder, mich mit dieser einzigartigen Verbundenheit auf wundervolle Weise zu berühren.

Gebärende Männer. Oder: Süße Schokoladen-Babys

Die Erzieherin von Ben und Eli (4) ist schwanger (Glückwunsch an dieser Stelle!). Das ist Anlass für unsere Kinder, über das Entstehen menschlichen Lebens und die Familienplanung zu philosophieren und zu diskutieren.
“Ich möchte auch mal Kinder haben, wenn ich erwachsen bin!”, beschließt Krissi (6).
“Ich auch!”, pflichtet Eli bei.
Ben schaut sich auf den Bauch und meint nachdenklich: “Wenn ich mal ein Baby bekomme, wird mein Bauch aber riiiiiesen-dick!”
Eli nickt mitfühlend, während Krissi die Augen verdreht und erklärt: “Männer können keine Babys bekommen!”
“Doch!!”, protestiert Ben, “wenn Männer gaaaanz viele Süßigkeiten essen, wird ihr Bauch seeeehr dick. Das habe ich schon oft gesehen. Und darum bekommen sie zuckersüße Babys!”

Wenn ich so manche Männer vor Augen habe, beruhigt mich das, denn an süßem Nachwuchs wird es dann nicht mangeln. Zumindest Ben zufolge nicht ;-)

Osterwünsche. Oder: was zu viel ist, ist zu viel

Krissi, 6 Jahre

Krissi, 6 Jahre

Wenn sogar Kinder genug haben von dem sonst so heiß geliebten Schnee… und schönes Wetter Hauptwunsch zu Ostern ist, will das was heißen!

Familienzuwachs! Oder: Nicht (mehr) ganz dicht…

Badetag! Welch’ riiiesige Freude für mich! – Für die Kinder.

Diese Aktion war bisher immer schon ein riesen Ding: Drei bewegungsfreudige Kinder in einer Badewanne!

Pfützen auf den Bodenfliesen verschmelzen miteinander und werden zu einem einzigen See. Schaum läuft in schönen Spuren über die ganze Länge des Badezimmerspiegels und mündet auf dem oberen Rand des Waschbeckens. Die Dachfensterscheibe sieht aus, als regnet es – bis auf dass die Tropfen an der Innenseite sind, ist alles ok.

Großputz im Anschluss an das Spektakel ist unumgänglich.

Schnee von gestern. Alles Peanuts.

Denn es kommt noch besser – Nummer 4 (kann es sein, dass Sie etwas verpasst haben?) ist mit in der Badewanne.

Sie heißt Lisa und ist gerade mal ein halbes Jahr alt.

“Vorsicht!”, ruft Krissi, die die Verantwortung für den Neuzugang übernommen hat, und schon ist Lisa abgetaucht.

Eli rettet sie heldenhaft.

Ben versucht mehr oder weniger geduldig, ihr das Schwimmen beizubringen, was sie eigentlich angesichts ihres Alters von Natur aus schon können sollte.

Lisa wird immer schwerer, der Körper füllt sich zusehends mit Wasser.

Lisa ist eine Schwimmpuppe.

Die Kinder haben Spaß, ich habe eine Ahnung:

Eine neue Herausforderung wird mir zuteil werden – Entwässerung von Lisa im Anschluss an die Badeaktion. Na super.

Ich rüttle und schüttle Lisa, Wasser tröpfelt in Minidosen aus sämtlichen Körperteilen, dem geöffneten Puppenmund und den Hüftgelenken.

Bei jeder Bewegung gurgelt sie. Ich hänge sie an den Beinen kopfüber an die Heizung, um über die letzten, unerreichbaren Badewasserrückstände vielleicht so Herr zu werden.

Liebe Nachbarn, dieser Anblick beim Blick in unser Badezimmer könnte etwas befremdlich wirken…kein Grund zur Sorge!

Nach dem Baden ist vor dem Schweiß-Baden!

Fristlos entlassen. Oder: Petrus – go home!

26.März 2013

26.März 2013

9.Dezember 2012

9.Dezember 2012

Wir sind ja flexibel – in der heutigen Zeit ein Muss. Aber irgendwann kann man es auch übertreiben mit dieser Erwartungshaltung, nicht wahr, Petrus da oben?

Statt der chicen Jeansjacken hole ich die bereits gewaschenen (ich weiß, ich war etwas zu mutig) und in den Keller verbannten Schneeanzüge genau aus diesem wieder hervor.

Ben und Eli verkleiden sich als Nikoläuse und singen “Dicke rote Kerzen”.

Krissi übt Blockflöte – eigentlich höre ich das gerne, jedoch hat sie das Weihnachtsspielbuch ausgesucht.

Die abendlich bei uns auf dem Wohnzimmertisch, den Fensterbänken und vor der Haustüre angezündeten Kerzen verleihen trotz der frühlingshaften Deko und Drappierung adventliche Atmosphäre.

Die Küche duftet ein bisschen nach Plätzchen, meint Joe, wenngleich ich Buttermilchbrot backe.

Das Wetter scheint uns doch sehr zu beeinflussen und uns – wer will uns das verdenken – innerlich auf Weihnachten einstimmen. Man beachte die Datumsangaben bei den oberen beiden Fotos!

Immerhin, meine gestern neu gekauften High-Heels kann ich dennoch anziehen, denn deren Absätze sind so hoch wie der seit gestern hier gefallene Neuschnee.

Meine neuen Schneeschuhe

Meine neuen Schneeschuhe

Frohes Fest!

Familie Luftpost. Oder: Gefälschter Ausweis!

Es gibt Situationen, da hilft nur eins: sich wundern.
Heute war es wieder einmal so weit.
Ich hatte in der Schule einen Abholschein im Briefkasten. Da wir wichtiges Unterrichtsmaterial erwarteten bzw. dieses noch dringend vor den Osterferien brauchten, machte ich mich in meiner Hohlstunde voller Freude auf den Weg zur zuständigen Filiale.
“Haben Sie Ihren Ausweis dabei?”, fragte die Dame am Schalter.
“Ja, natürlich, hier bitte.”, und ich reichte ihr das verlangte Dokument.
Sie schaute abwechselnd meinen Pass und mich an, immer wieder, hin und zurück, dann las sie wieder auf dem Abholschein, mit streng prüfendem Blick.
“Das sind Sie aber nicht selber!”, meinte sie festzustellen.
“Ähm, doch, ja eigentlich bin ich das schon. Ich verstehe nicht ganz?”
Ich überlegte, ob ich mich in den letzten Jahren seit der Aufnahme des Passbildes so extrem verändert haben konnte.
“Aber Sie heißen doch ganz anders!”
Ich konnte immer weniger folgen.
“Doch, das stimmt alles.”, erklärte ich der Dame.
“Sie sind aber nicht Frau Paket?”
“Nein, Z. ist mein Name. Wie im Ausweis vermerkt ist.”
“Das mag ja sein, aber auf dem Abholschein steht ‘Paket’ nicht ‘Z.’!!”

Der Zusteller hatte handschriftlich “Paket” auf dem Abholschein notiert.

Bestimmt waren Herr Luftpost und Frau Einschreiben auch schon da heute.

Immerhin habe ich die Sendung bekommen, ohne Frau Paket zu heißen!

Nächtliches Rechnen. Oder: Halbierte Kirchenuhr

Heute startet bekanntlich das Konklave in Rom – spannend, wie ich finde, für mich als Katholikin sowieso. Aber auch außerhalb dieser für die Kirche ganz besondere Zeit sorgt diese dafür, dass ich auf Trab bleibe.
Vor allem nachts. Und das im Geiste.
Hier auf dem Lande, und ganz speziell hier in einem Dorf dieser Größe (270 Einwohner), ist man der Kirche immer nahe, zumindest dem Bauwerk. Von nahezu jedem Haus aus ist sie sichtbar.
Und hörbar. Die Kirchenglocken.
Es soll ja Menschen geben, die sich dadurch gestört fühlen, die dagegen klagen, wie z.B. auch gegen Kuhglockengeläute.
Andere, so auch ich, hören die Kirchenglocken mittlerweile gar nicht mehr, bzw. nehmen sie nur unterbewusst wahr.
Ich ertappe mich immer wieder dabei, im Halbschlaf im Bett liegend, dass ich die Glockenschläge zähle, um festzustellen, ob ich schon bald aufstehen muss.
So auch vergangene Nacht. Zwischen schlafen und wachen höre ich: dong-dong-dong. Noch ein paar Stunden. Herrlich. Dabei fühle ich mich eigentlich schon ausgeschlafen und wach.
*Brrrrrrrrrrrrr* rattert und schrillt der Wecker parallel zum eben erwähnten dreifachen Glockenklang.
Ich riskiere einen Blick auf die Uhr: “06:00″ leuchtet mir in rot entgegen.
Kaputte Glockenuhr.

Oder:
Die Kirche scheint zu sparen – die Hälfte der Stundenzahl.

So kommt es, dass ich nachts rechnen muss. Bin schon gespannt, was die Kirchenglocken zu ungeraden vollen Stunden machen werden. Auf- oder abrunden? Ich werde es herausfinden!

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