“In der Weihnachtsbäckerei,
gibts so manche Drecklerei…”
Naja, so ähnlich lautet wohl das Original.
Aber zu uns passt die abgeänderte Version deutlich besser.
Krissi (5), Ben und Eli (3) waren eifrigst mit dabei,
als wir die diesjährige Bretla (Übersetzung: Plätzchen) – Backaktion
starteten.
Wie in jedem Jahr äußerte ich auch dieses Mal anschließend leise Zweifel
an der Sinnhaftigkeit dieses Ereignisses.
Zumindest zu dem Zeitpunkt als ich
mutterseelenallein
in der kreativ gestalteten Küche
zurückbleibe…
Natürlich hat es bis dato einen riesen Spaß gemacht – nicht nur den Kindern.
Aber nun…sitze ich mit dem Putzlappen
auf dem klebrigen, vermehlten Boden…
Die Luft in der Küche ist puderzuckergeschwängert.
Schokoglasur klebt – mittlerweile abgekühlt und wischfest – an allen möglichen und
unmöglichen Stellen auf der Arbeitsplatte.
Um die Kinder in Sachen Selbstständigkeit zu fördern,
durften sie das meiste eben auch selber machen.
Besonders beliebt war das Aufschlagen der Eier.
Als die Post an der Tür klingelte, beging ich einen großen Fehler….:
Ich verließ die Küche, um die Haustüre zu öffnen.
In kürzester Zeit
waren die 10 Eier “verarbeitet”.
Als ich zurück kam,
waren die drei damit beschäftigt,
die schlonzige Eier-Masse gleichmäßig zu verteilen.
“Wir haben schon mal angefangen, Mama. Sind wir nicht fleißig?” sagte Eli stolz und mit seinem
charmantestem Lächeln und funklenden Augen.
(wer könnte da jemals sauer sein
)
Sie haben wohl die Teigschüssel nicht getroffen…
Eier auf der Herdplatte und der Arbeitsplatte.
Die Schubladen des sich darunter befindenden Küchenschrankes
waren (natürlich…) offen und ideale
Fänger für zähflüssige Eiweiß-Straßen, die sich
zwischen den Küchenutensilien (in den Schubladen)
genüsslich ausbreiteten.
Dabei wurde jede auffindbare Ritze genutzt.
Welche Freude!!
Wie ein idyllisches Bächlein, an einen kleinen Wasserfall erinnernd,
laufen die Fäden so abwärts
bis sie sich auf dem Fußboden mit den Mehlresten
vereinen.
Nachdem ich gefühlte Stunden später
die Küche wieder in ihren ursprünglichen Zustand gebracht hatte,
verkündet Krissi ihrem Papa:
“Ich mag am liebsten die Porzellan-Plätzchen!”
Joe sah sie fragend an.
Mutig probierte er eines davon.
Marzipan – nicht Porzellan
liebe Krissi


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