Kaminfeuer, Glühwein, Tee mit Zimt-Duftnote, Wollsocken und Kuscheldecke….
Habe ich schon alle Geschenke beisammen? Schnell noch verpacken…oh, wieso hab ich nur Papier mit frühlingshaften Motiven? Egal, das muss auch gehen.
Schnell noch einen Strohstern basteln, die mag mein Mann so gerne. Ach halt, das Stroh ist aus…Ich muss draußen nachsehen. Wo kommen die vielen Nacktschnecken her auf meinem Weg zur Scheune? Sind die nun schon im Winter unterwegs…
Radio einschalten, es kommt ja auf jedem Sender weihnachtliche Musik. Statt dessen höre ich “Summer, sunshine…” Die haben auch noch nicht kapiert, dass Weihnachten ist.
Ich höre die Datumsansage als im selbigen Sender die Nachrichten verlesen werden.
24. (das würde noch passen) Juli (!!!WAS???) 2011. Das MUSS ein Versprecher sein und ich lache herzhaft.
Da ich mich aufgrund der sommerlichen Temperaturen von gerade mal 10 Grad irgendwie inspiriert fuehle, schreibe ich mir mein eigenes Weihnachtslied, wenn schon im Radio keines gespielt wird.
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
wie grün sind deine Blätter.
Du grünst nicht nur zur Winterzeit,
nein, auch im Sommer ist`s soweit.
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
im Winter wär`es netter.
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
das Lied könnt mir gefallen.
Wenn es nicht grad mal Juli wär,
dann fiele mir das auch nicht schwer.
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
das Lied soll schnell verhallen.
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
mein Kleid sollt dich was lehren.
Die Kälte, auch die Regenzeit,
nimmt Hoffnung und Gelassenheit.
Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum,
wir wolln uns heut beschweren.
Und nun muss ich noch einen Termin in der Autowerkstatt machen – Winterreifen montieren.



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